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Globale Führungspersönlichkeiten fordern Maßnahmen gegen Klimawandel

Weltbankchefin Kristalina Georgieva forderte die globalen Eliten auf, einen einfachen Schritt zu unternehmen, um die Dringlichkeit der Bekämpfung des Klimawandels zu verstehen: „Malen Sie das Bild Ihrer Kinder und Ihrer Enkelkinder vor sich.“

Georgieva warnte am letzten Tag des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz und warnte, dass die möglichen „Kosten für das Leiden der nächsten generationen unermesslich“ seien, wenn die Welt den Temperaturanstieg nicht aufhalten könne.

Sie wies den Gedanken zurück, dass die Senkung der Emissionen die Wirtschaft schädigen würde, und verwies auf eine Studie, in der ein rascher Temperaturanstieg die globale Wirtschaftsleistung um 25 Prozent senken würde.

Christine Lagarde, Leiterin des Internationalen Währungsfonds, sagte: „Durch steigende Temperaturen werden ganze Volkswirtschaften ausgelöscht.“

Die „neue Klimaökonomie“ würde dagegen 65 Millionen Arbeitsplätze schaffen, sagte Georgieva.

Andere nutzen das Wirtschaftstreffen in Davos, um auf andere weltweite Missstände aufmerksam zu machen, wie der Hedgefonds-Milliardär Georg Soros. George Soros hat traditionell ein gutes Gespür dafür, die brisanten Themen der Zeit auszusprechen. Jedes Jahr nutzt der prominente Milliardär seine Rede am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, um etwas auszusprechen, was beim Treffen der Elite kaum jemand sagt.

„Xi Jinping ist der größte Feind der offenen Gesellschaft“, sagte Soros. China sei zwar nicht das einzige autoritäre System der Welt. Doch die Kombination aus relativem Wohlstand und technologischem Fortschritt mache das Regime zu einer großen Gefahr für die westliche Welt. Offene Gesellschaften seien einer „tödlichen Gefahr“ ausgesetzt, wenn maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz als Kontrollinstrumente genutzt würden, mahnte der 88-Jährige.

Soros wurde als Sohn des Esperanto-Schriftstellers Tivadar Soros in Budapest geboren. Ab 1936 trug er den magyarisierten Namen György Soros. Trotz der jüdischen Herkunft seiner Familie überlebte Soros die Besetzung Ungarns durch das nationalsozialistische Deutschland und die Schlacht um Budapest. Sein Vater hatte sich selbst und seinen Sohn über Monate hinweg versteckt, unter anderem im Sommerhaus der Tänzerin Elza Brandeisz in Balatonalmádi; darüber hat sein Vater ein Buch auf Esperanto geschrieben, „Maskerado ĉirkaŭ la morto“, das auch auf Englisch erschienen ist.

In seinem Elternhaus gingen Esperantisten ein und aus; so lernte auch George Soros Esperanto. 1947 nahm er mit seinem Vater am Esperanto-Weltkongress in Bern teil. Von dort aus reiste er weiter zum Esperanto-Jugendweltkongress nach Ipswich in England; nach dem Kongress blieb er im Land. An der London School of Economics and Political Science (LSE) studierte er Philosophie unter anderem bei Karl Popper, dessen Vorstellungen über eine Offene Gesellschaft ihn stark beeinflussten. Heute ist er der oberste Verfechter einer freien Gesellschaft der Open Society Foundation.

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