Traurig aber wahr: Betrug funktioniert in Deutschland immer!

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Wie kann es sein, dass immer noch tausende gutgläubiger Kunden auf sogenannte Anlage-Betrüger hereinfallen oder ältere Rentner sich am Telefon von Ganoven um Hab und Gut bringen lassen? Es sollte doch mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass die schillerndsten Offerten, die besten Zinsversprechungen und unrealistisch klingende Prognosen nur ein Ziel haben: Vom Kunden bzw. Opfer maximal viel Geld abzugreifen, um dann damit eines Tages sang- und klanglos zu verschwinden. Ob es nun Gold-Investments oder geschlossene Immobilienfonds sind, ob es Token als Ersatzwährung wie Bitcoin sind, oder ob es Aktien- und Kapitalanlagegeschäfte sind, die per Telefon offeriert werden – wenn man nicht genau weiß, ob das Angebot seriös ist oder wer hinter einem Angebot steht, dann FINGER weg! Auch die Abzocke von arglosen Rentnern, denen man per Telefon einen Einbruch, Diebstahl, die Notlage eines Familienangehörigen oder den Besuch des Bankers vortäuscht, dürfte nach unzähligen Warnungen in Presse, Funk und Fernsehen kein Thema mehr sein. Ja wenn, wenn nicht immer noch unzählige Menschen entweder vor lauter Gier den Verstand abschalten, oder alte Menschen, die gar nicht mehr geschäftstüchtig sind, alleine gelassen würden. Dann könnte man tausenden Betrügern, die meist in Call-Centern hocken und deutschlandweit ihre Opfer anrufen, den Boden ihrer kriminellen Machenschaften entziehen.

Aber es sind auch nicht nur die einfachen Telefon-Betrüger, die ihr Unwesen Tag für Tag treiben, es sind auch viele Unternehmen, die sich nach außen hin einen seriösen Anstrich geben, allerdings von Anfang an im Hinterkopf haben, die Firma eines Tages an die Wand zu fahren (in Konkurs gehen), oder einfach mit dem eingesammelten Geld beizeiten sang- und klanglos zu verschwinden. Im Grunde lässt sich so etwas bereits von Anfang an erahnen, wenn man sich Geschäftszweck, Firmenhistorie oder auch den Werdegang des Geschäftsführers oder Gründers genau anschaut. Das Internet bietet dafür ausreichend Möglichkeiten, um zu recherchieren und Hintergründe zu durchleuchten. In jedem Fall sollte es jedem Einzelnen den zeitlichen Aufwand wert sein, um genaue Prüfungen vorzunehmen, bevor man irgendeinen Geldbetrag in fremde Hände gibt. Einmal transferiert, ist dieses Geld erst einmal weg und kann nicht von der Bank zurückgeholt werden. Dieses geht nur bei sogenannten Abbuchungsgenehmigungen oder Einzugsermächtigungen. Da kann man Gelder zurückbeordern, wenn es innerhalb einer Frist von sechs Wochen geschieht.

Die große Masche bei Betrügern ist zur Zeit der Verkauf von „falschem Gold“. Das heißt, tatsächlich werden beispielsweise Kupferbarren oder auch aus Kupfer hergestellte Münzen mit Echtgold überzogen und dann als echte Goldbarren- oder Münzen verkauft. Da gehen die Schadenssummen schon mal in die Tausende, bedingt durch den hohen Goldpreis, der aktuell beim Stand von etwa 1.500 US$ pro Feinunze liegt. Eine Unze hat das Gewicht von 31,3 Gramm, ein Kilobarren liegt da bereits bei einem Preis von ca. 32.000 Euro (43.000 US$). Wer verunsichert ist darüber, ob sein Goldbestand an Münzen oder Barren auch wirklich echt ist, kann im Selbsttest mit entsprechender Ausrüstung die Echtheit überprüfen. Eine entsprechende Anleitung und interessante Tipps für private Goldkäufer findet man im Internet bei unter:  Business Talk

Der letzte große Skandal beim Goldhandel wird derzeit von den Gerichten bearbeitet und betrifft die Firma PIM Gold aus Heusenstamm in Hessen, die in Deutschland tausende von Anlegern mit „Falschgold“ oder nicht vorhandenen Goldreserven betrogen hat. Wer also Gold kaufen und einlagern will, sollte niemals einfach ein Telefongeschäft abwickeln, sondern beim Gold-Fachhandel einen entsprechenden Vertrag abschließen. Das Gleiche geht auch bei jeder Bank oder lizensierten Goldhändlern.

Jeder einzelne sollte dafür Sorge tragen, dass er den Gaunern keine Basis für Abzocke oder Betrug bietet, indem man keine dubiosen oder anonymen Telefongeschäfte abschließt, keine Wohnung kauft, die man nie vorher gesehen hat, keine Anzahlung leistet für spätere Zugewinne oder Rückzahlungen, keine Aktien, Fonds, Anleihen oder Beteiligungen am Telefon kauft, es sei denn, es besteht bereits Kontakt zum Anbieter, wie z.B. zum Kundenberater von der Hausbank. Alles kleine Steinchen in einem Mosaik, die am Ende viele von uns vor einem großen Schaden bewahren können.

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  1. Harry Evens sagt:

    man sollte ältere und betagte Menschen unbedingt aufklären, dass ihnen niemand das Geld per Telefonanruf wegnehmen kann oder das ein falscher Enkel anruft, der dann Geld abholen lässt. Auch die Polizei ruft nicht an und warnt vor Betrug oder Einbruch. Helfen Sie in der Familie, das „Enkeltrick“, Trickbetrug und Abzocke keine Chance haben.

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