Hinhalten, Druck machen: Das miese Spiel der BHW/Postbank

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Ein kurzer Blick ins Internet genügt, um ausreichend Belege zu finden, mit welchen miesen Tricks die BHW/Postbank, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank AG, seine Kunden hinhält oder auch unter Druck setzt. So warnte zuletzt im Juni dieses Jahres „finanztest.de“ vor den Machenschaften der Postbank Tochter BHW . Auch viele Rezensionen und Posts von unzufriedenen Kunden findet man bei der weiteren Recherche zum selben Thema, scheint es also so zu sein, dass das oft schlechte Image von Banken oder Bausparkassen nicht ohne Grund so miserabel ist. Immer wieder geht es darum, dass Kunden aus gutverzinsten Verträgen herausgedrängt werden sollen, dass Auszahlungen verzögert und Absprachen im Nachhinein geändert werden.

Die Deutsche Bank AG hatte 2008 die Postbank übernommen und offensichtlich einen neuen Verhaltenskodex ins Unternehmen integriert. Dieser scheint in die Richtung zu gehen, dass man im unbarmherzigen Geldgeschäft entsprechend hart mit den Kunden umgeht und zeigt, „wer Herr im Hause ist“. Anders kann man sich nicht vorstellen, warum die Postbank/BHW nach und nach ihr Verhalten den Kunden gegenüber geändert hat, und eine härtere Gangart eingelegt hatte. (Wo das hinführen kann sieht man, wenn man sich den Abstieg der Deutschen Bank und den Ausschluss aus dem DAX – Index der 30 wichtigsten deutschen Aktien – in Erinnerung bringt. Betrug, Skandale, Kursmanipulationen, verbotene Cum-Ex-Geschäfte. Die einstige Vorzeigebank hat keine Fettnäpfchen ausgelassen, um ihr einstiges gutes Image komplett zu ramponieren). Die Kundenmeinungen der BHW-Kunden jedenfalls dokumentieren eindeutig, dass unerwünschte Anrufe und Briefe der Kundenberater immer wieder ein Thema beinhalten: Altverträge mit oft 4% Festverzinsung sollen aufgelöst oder ausgezahlt werden. Unter allen Umständen. Wie man nachlesen kann, greift die Postbank/BHW dabei auch zu unlauteren Mitteln, indem die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) als Druckmittel eingesetzt wird, um den Überredungsversuchen der Berater mehr Gewicht zu geben. Deren Tenor lautet oft, die BaFin befürchte einen Zins- und Finanzeinbruch und rate daher zur sofortigen Vertragsauflösung. Absurd und geradezu lächerlich, aber leider zur gängigen Praxis geworden. Auch kann man immer wieder nachlesen, dass Kunden sich betrogen fühlen wegen falscher Abrechnungen oder weil nach der Fälligkeit von Bausparverträgen von einer weiteren Anlage abgeraten wird.

Was ist los bei der Postbank, fragen sich mittlerweile unzählige Kunden, die enttäuscht sind von der Art und Weise, wie mit ihnen umgesprungen wird, wie Vereinbarungen nicht eingehalten oder Absprachen ins Gegenteil umgekehrt werden? Wenn’s ums Geld geht, dann fallen offensichtlich die Masken von Seriosität und Anstand bei vielen der Berater des Bauspar-Konzerns, dann nimmt man es nicht mehr so genau mit mündlichen Vereinbarungen oder klaren Absprachen. Diese Erfahrungen haben mehrere Kunden gemacht, die sich in Internet-Foren ihre Wut und den Frust von der Seele schreiben. Am schlimmsten dabei scheint zu sein, dass ein Disput oder die Klärung strittiger Umstände von der Postbank/BHW gerne auf die berühmte lange Bank geschoben wird – sicherlich auch, um den Kunden mürbe zu machen und um diesen zum Rückzug zu bewegen. Keine schöne Praxis, die garantiert nicht zur Kundezufriedenheit beiträgt.  Wer sich die aktuellen Tests der besten Bausparkassen in Deutschland beispielsweise anschaut, der wird nach der Postbank/BHW lange suchen. Wie auch soll man ein Institut im Top-5 oder Top-10 Ranking finden, wenn derartig schlechte Bewertungen ein sehr schlechtes Bild auf dieses Unternehmen werfen? Den Verantwortlichen des Bank- und Bauspardienstleisters  ist anzuraten, sich einmal dringend mit den vielen Kundenbeschwerden im Detail auseinanderzusetzen, damit man das schlechte Image und die angeknackste Reputation schnellstens wieder auf Vordermann bringen kann.

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  1. Leonhard Reetz sagt:

    Tatsächlich kann ich ein Lied davon singen, wie miserabel die Kundenbetreuung bei der postbank ist. Habe ganz schlechte Erfahrungen bei der Aus-/Rückzahlung von Verträgen gemacht, deren Bearbeitung über Monate!!! verzögert und behindert wurden. Unglaublich, dass außerdem vom Kundenberater Zinszusagen gemacht, die dann vom Vorstand revidiert und storniert werden, weil sie nicht eingehalten werden können (in diesem Fall 4% Festgeldzinsen p.a.) Habe nie eine schlechtere Erfahrung in 40 Jahren als Bankkunde gemacht. Absolut grottig.

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