Kommt nach der Corona-Krise die Mega-Pleitewelle?

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Es könnte bald dunkel werden in Deutschland, wenn die Konsequenzen aus der Corona-Krise die Wirtschaft massiv schwächen und den einzelnen Branchen viele Unternehmenspleiten bescheren werden. So sehen es jedenfalls Finanz- und Wirtschaftsexperten, die sich mit der Situation während und nach Corona beschäftigen und ein ganz düsteres Bild malen. Unternehmer wie der erfahrene Roland Berger, Beraterlegende und Kenner der Wirtschaft, warnt vor bis zu 5 Millionen Arbeitslosen. Das sind Schock-Zahlen, die niemand gerne liest und ein Abbild einer Wirtschaftsnation, die an ihre Grenzen stoßen könnte. Vielleicht rächt sich nun, dass Merkel & Co über Jahre Zuwanderung und Integration gefördert haben, ohne mit dem entsprechenden Weitblick die eigene Wirtschaftslage im Blick zu haben.

Es gibt deutliche Aussagen: Jedes 5. Deutsche Unternehmen, also 21 Prozent, sieht wegen der Corona-Krise die eigene Existenz bedroht – wenn man der Ifo-Institutsumfrage unter 7.000 Firmen glauben darf. Reisebüros und Reiseveranstalter sind dabei die größten Sorgenkinder, die sich zu 85 % in ihrer Existenz bedroht sehen. Auch Hoteliers mit 76 % und Gastwirte mit 67 % haben große Sorgen, wie sie die Zukunft überstehen sollen. Solche Zahlen schrecken auch die Arbeitnehmer auf, die im schlimmsten Fall ihre Jobs verlieren könnten, wenn ab 1. September das bis dahin  aufgehobene Insolvenzrecht wieder gilt. Dann könnte es laut Experten eine Insolvenzwelle geben und tausende Arbeitsplätze gefährdet sein. Für Christian Lindner von der FDP ein Grund, das Leistungsvermögen der deutschen Wirtschaft generell in Frage zu stellen: „Wir sind in einer sehr kritischen Situation, denn Corona wirkt wie ein Brandbeschleuniger.“ Beim Vergleich der Zahlen von Juni 2019 und Juni 2020 sieht man jetzt bereits einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 637.000. Ifo-Chef Clemens Fuest fürchtet sogar, dass die Arbeitslosenzahl auf etwa 3 Millionen im 3. Quartal ansteigen könnte. Wenn nicht wieder mehr Touristen nach Deutschland kommen und die Reisebereitschaft ansteigt, wird es in den Hauptproblembereichen Gastgewerbe und Reisebranche riesige Jobverluste geben. Mit einem Plus von 105 Prozent gegenüber dem letzten Jahr verzeichnet die Branche bereits 35.000 Arbeitslose mehr. Da kommen Milliarden-Beträge zusammen, die die Bundesanstalt für Arbeit (B.A.) stemmen muss. Sollte jetzt eine weitere Infektionswelle auf uns zurollen, haben wir verheerende Zustände. Ähnlich wie in den USA oder Brasilien, wo es täglich bis zu 51.000 Neuerkrankungen bei Corona gibt.

Das Statistische Bundesamt allerdings gibt auch Entwarnung für einige Wirtschaftsbereiche, so verzeichnet die Industrie ein mehr an neuen Aufträgen, was einem Plus gegenüber dem Vormonat von 10,4 Prozent bedeutet. Doch insgesamt betrachtet kann man feststellen, dass die Bestellungen gegenüber 2019 um 29,3 % zurückgingen. Und das ist natürlich ein echter Hammer. Wenn man dann noch Betriebe wie die Metallverarbeitung, Bildung, Schifffahrt oder Textilherstellung mit Einbrüchen im Umsatz um bis zu 53% sieht, dann weiß man, was uns im kommenden Winter bei einer weiteren Schwächung der Konjunktur erwartet. Da muss die Regierung bereits heute vorsorglich den Gürtel enger schnallen. Da geht kein Weg dran vorbei. Erstaunlich in dem Zusammenhang ist, dass die Börsen boomen und Anleger beispielsweise den Aktienindex DAX mit Wertpapierkäufen weiter nach oben treiben, weil sie offensichtlich mehr an der Zukunft (der Kurse) als an der Gegenwart interessiert sind. Ob diese Zuversicht berechtigt ist, wird die Zukunft zeigen. In einigen Regionen sprechen die Verantwortlichen von einem historischen Tiefpunkt in der wirtschaftlichen Entwicklung und warnen, dass die Pleitewelle zeitverzögert kommen wird und daher verfrühter Optimismus unangebracht sei. Ab August könnte durch weitere Kurzarbeit und Firmenpleiten eine erste große Krisenwelle über das Land rollen. Um diese aufzufangen, muss der Bund eine Menge Geld in die Hand nehmen. Die Staatsverschuldung wird voraussichtlich neue historische Ausmaße annehmen. Eine düstere Prognose für alle.

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