Sauerkrautsaft schmecken Sie schnell heraus, genauso wie Rote Bete - vermischt mit Orangen- oder Beerensaft zaubern Sie aber ein wohlschmeckendes Rezept. Auch Veränderungen bestehender Mischungen sind möglich.

Aller Anfang ist schwer, wenn man sich vorgenommen hat, den eigenen Körper einmal zu entgiften und ihm etwas Gutes zu tun. Weg von den täglichen Gewohnheiten, die oft schlecht sind, und auf fettes Essen, Fast-Food, Kuchen, Alkohol und Süßigkeiten verzichten. Das ist leichter gesagt als getan, denn der Körper hat sich daran gewöhnt und das Weglassen dieser Kalorien und Kohlenhydrate gleicht einem Entzug und fällt anfangs sehr schwer. Nur mit festem Willen und Durchhaltevermögen wird man diese Kur schaffen. Danach aber merkt man schnell, dass man sich körperlich und auch geistig besser und beweglicher fühlt. Und das alles nur, weil man täglich etwa alle 2 Stunden einen ungezuckerten Obst- oder auch Gemüsesaft getrunken hat. Dazu gibt es ungesüßten Tee oder Wasser. Mindestens 1 Woche durchhalten, dann vollzieht sich ein spürbarer Wandel im Körper.

Saftfasten Ist eine milde Form des Heilfastens, die sich sehr gut für Einsteiger eignet. Denn der Verzicht auf feste Nahrungsmittel stellt uns vor besondere Herausforderungen. Eine der größten ist das Hungergefühl. Doch da man nicht nur Wasser und ungesüßte Tees trinkt, sondern auch Obst- und Gemüsesäfte, ist die Umstellung des Körpers auf flüssige Nahrung weniger radikal. Denn Säfte besitzen jede Menge Nährwerte und besonders Obstsäfte beinhalten Kalorien aus Fruchtzucker. All das steht dem Verdauungsmechanismus zur Verfügung, um verarbeitet zu werden. Gegessen wird während des Fastens natürlich trotzdem nichts. Dadurch, dass also wichtige Nährstoffe zugeführt, aber nicht gekaut werden müssen, die Speichelproduktion nicht so stark angeregt. Auch die Magensaftproduktion wird nicht in gleich hohem Maße angekurbelt wie bei der Verdauung von fester Nahrung. Denn je höher der pH-Wert einer Speise ist, desto stärker wird die Magensaftproduktion angeregt. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, gönnt ihm eine Auszeit. Mit einer Saftfastenkur geht das vergleichsweise einfach, und sehr effektiv. Aber: Ziel ist es nicht, die Ernährungsgewohnheiten durch eine Fastenkur grundlegend zu verändern, sondern kurzfristig den Körper zu entlasten und ihm die Möglichkeit zur Regeneration zu geben.

FASTEN KURBELT DEN STOFFWECHSEL AN

Die Fastenkur mit Säften soll den Körper von Giftstoffen befreien, die durch Nahrung, Umwelt-einflüsse, Medikamente, Rauchen und Co. aufgenommen wurden. Wichtige Organe wie Darm, Nieren, Leber, Galle, das Lymphsystem und auch die Haut können so in ihrer natürlichen Funktion unterstützt werden. Schmackhafte Säfte aus Obst und Gemüse, stilles Wasser, aber auch Brühe und frische Tees bilden die Grundlage. Weil sie insgesamt viel weniger Kalorien als unsere gewohnte Ernährung haben, purzeln auch ein paar Pfunde während der Kur — ein individueller, aber angenehmer Nebeneffekt. Viel wichtiger ist Nach der Kur fühlt man sich fitter, hat mehr Energie, die Haut wirkt strahlender und der Stoffwechsel wird angekurbelt. Aber auch auf die Psyche kann das Fasten positive Auswirkungen haben: Es ist nämlich nicht nur eine Therapie, sondern vor allem ein Ritual. Wer mit weniger auskommt, konzentriert sich eher auf das Wesentliche. Fastenliebhaber schätzen als wichtigen Effekt das „aufgeräumte“ Gefühl nach der Kur.

GUT VORBEREITET IN DIE KUR STARTEN

Damit es leichter wird, sich an das Fehlen fester Nahrung zu gewöhnen, beginnen Sie am besten schon einige Tage vorher mit leichten und kleineren Mahlzeiten und verzichten auf große Mengen an Kohlenhydraten, Zucker, Alkohol und auf Nikotin, um den Körper bestmöglich auf die Kur einzustellen. Zum Beispiel: Das Pasta-Essen wird verschöben, stattdessen gibt es einen Salat mit gebratener Hähnchenbrust, wenn Sie auf Fleisch nicht verzichten wollen. Auch gebratene Jackfruit als vegane Alternative schmeckt gut dazu und ist kalorienarm. Und die Butterbrote am Morgen werden zugunsten von Gemüsesticks mit Kräuterdips eine Zeit lang ausgelassen. Um den Körper beim ersten Mal nicht zu überfordern, sollten Sie mit einem Drei- bis Fünf-Tage-Programm starten. Später lassen sich auch zehntägige Kuren prima durchstehen. Ist die Kur zu Ende, ist es wichtig, den Körper an eine erneute Umstellung zu gewöhnen. Wer sich kalorienbewusst ernährt, wird eventuelle Gewichts-Verluste durch die Fastenkur auch halten können.

DIE MISCHUNG MACHT’S

Während der Kur selber trägt ein leckerer Mix aus Obst- und Gemüsesorten zur Abwechslung bei. Sie werden schnell merken: Der Geschmackssinn schärft sich und die Aromen werden viel intensiver wahrgenommen. Darum ist gerade das Saftfasten eine positive Erfahrung. Von Roter Bete über Karotten, Spinat, Kohl bis hin zu Spargel und Tomaten reicht die Liste. Für die Süße und reichlich Nährstoffe sorgen zum Beispiel Pfirsiche, Orangen, Äpfel, Weintrauben oder Melonen. Kräuter sowie Gewürze bringen zusätzlich Variation ins Glas. Vor allem stimulierende Gewürze wie Ingwer und Kurkuma geben Energie und tun dem Verdauungsapparat gut. Die lassen sich auch leicht zu fertigen Säften hinzufügen. Bei Produkten mit einem starken Eigengeschmack sollten Sie nur wenig hinzumischen. Sauerkrautsaft schmecken Sie schnell heraus, genauso wie Rote Bete – vermischt mit Orangen- oder Beerensaft zaubern Sie aber ein wohlschmeckendes Rezept. Auch Veränderungen bestehender Mischungen sind möglich. Ist Ihnen ein Saft zu dickflüssig, fügen Sie etwas Wasser hinzu. Plagt Sie doch mal der große Hunger, lassen sich die Mixturen mit einer pürierten Banane oder Avocado gehaltvoller machen. Saftfasten lässt sich problemlos in den Tagesablauf integrieren, auch wenn man in Familie oder Beruf eingespannt ist. Eine Portion von einem halben Liter Saft enthält bis zu drei Kilogramm der rohen Inhaltsstoffe, damit kommen Sie am Tag auf die Inhaltsmenge von über 15 Kilogramm Obst und Gemüse. Diese Menge können Sie im Normalfall nicht zu sich nehmen. Und das ist der Grund, warum Saftfasten dennoch so nahrhaft ist. Der Magen wird entlastet, doch die Nährstoffe gelangen in den Organismus. Dennoch gilt: Passen Sie auf sich auf. Fühlen Sie sich während der Kur matt, haben Sie Kopfschmerzen, ist Ihnen schwindelig oder haben Sie andere körperliche Beschwerden, ist Vorsicht geboten. Diese sollten nach spätestens einem Tag verschwinden. Passiert das nicht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die Kur vorerst beenden.

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