Handelsstreit USA – China: Wie Trump für weltweiten Abschwung sorgen könnte

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Seit Trump 2018 erstmalig Strafzölle auf Waren aus China erhob, herrscht ein immer wieder aufkeimender Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsmächten. Trump versucht die Oberhand zu behalten und kündigte vor kurzem erneut zusätzliche Importgebühren auf in China hergestellte Produkte an. Dieser anhaltende Handelsstreit könnte große Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben.

Ende August hat China als Antwort auf die Ankündigung der zusätzlichen Importgebühren eine Erhöhung der Strafzölle auf US-Waren in Höhe von fünf bis zehn Prozent verkündet. Insgesamt sollen sich diese auf 75 Milliarden US-Dollar belaufen. China wählte bewusst Produkte aus, die aufgrund seiner in diesen Wirtschaftszweigen verankerten Wählerschaft für Trump wichtig sind. Auf Sojabohnen und Erdöl soll ein Zusatzzoll von 5 Prozent erfolgen, während Autozölle um 25 Prozent angehoben werden.

 

Keine Einigung in Sicht

 

Trumps erste Reaktion erfolgte via Twitter: „Wir brauchen China nicht und, ehrlich gesagt, ginge es uns ohne sie besser.“ Er forderte US-Firmen dazu auf, wieder zu Hause zu produzieren, da die USA von China nur beraubt würden. Als weitere Reaktion kündigte Trump eine erneute Erhöhung der bereits geplanten Strafzölle an. Somit eskaliert der Konflikt der beiden größten Volkswirtschaftsmächte weiter. Das wirtschaftliche Wachstum in beiden Ländern leidet bereits unter dem immer weiter eskalierenden Konflikt. Eine Besserung scheint nur in Sicht, sollte eine Seite nachgeben.

Globale Rezession

Dieser Streit zieht globale Kreise und belastet die wirtschaftliche Entwicklung weltweit.
Experten befürchten, dass am Ende des Streits eine globale Rezession steht. Der Konflikt könnte großen Einfluss auf den Konsum, die Investitionen und die Kursentwicklung an den Märkten haben, da die Verunsicherung sowohl bei Unternehmern und Bürgern als auch bei Börsianern zunimmt. Der Republikaner Trump weist jegliche Verantwortung von sich und betitelt das Aufkommen des Themas der Rezession als Medien- oder Demokraten-verschwörung.
Trump verlangte außerdem von der US-Notenbank eine Senkung des Leitzinses, um die US-Wirtschaft zu unterstützen. Die Federal Reserve (Fed) hatte bereits Ende Juli erstmals seit der Finanzkrise 2008 unter anderem aufgrund dieses Handelsstreits ihren Leitzins gesenkt. Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, versprach zwar im Notfall Unterstützung der US-Wirtschaft, nannte jedoch keine konkreten Schritte. Powell machte den Handelsstreit für den wirtschaftlichen Abschwung mitverantwortlich.

Verfahrene Situation

Eine Einigung der beiden Wirtschaftsmächte scheint nicht in Sicht. Trump behauptete, dass China die Vereinigten Staaten jahrelang ausgenutzt habe und er wolle, dass das aufhört. Zudem betonte er, wie gut die Strafzölle für das Land seien, sie brächten immerhin viel Geld und die Auswirkungen der Auseinandersetzung auf die Börse seien nicht der Rede wert. Zumindest signalisierte er Gesprächsbereitschaft bezüglich eines Handelsabkommens. Sollte es nicht dazu kommen, bleibt der amerikanischen Regierung nicht mehr viel übrig, außer die Anpassung der Höhe der Strafzölle. Ab Mitte Dezember werden diese auf fast alle chinesischen Importe in die USA erhoben.

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