HDI Lebensversicherung AG mit Katastrophen-Performance

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Wenn Kunden ihr Geld beispielsweise in fondsgebundene Lebensversicherungen anlegen, dann im guten Glauben daran, dass der Versicherer wie die HDI Lebensversicherung AG aus Köln seine Fondsspezialisten an die Arbeit setzt und gute Ergebnisse (Performance) erzielt. Denn Ziel der jahre- bzw. jahrzehntelangen Geldanlage sollte es sein, dem Kunden eine gute Zusatzrente oder ein gutes prozentuales Überschuss-Ergebnis zu liefern. Von dieser Vorstellung ist die HDI weit entfernt – und das seit Jahren. Wie uns Mails von Kunden der Versicherung belegen, hat der Konzern über Jahre mit seinen Garantiefonds miserable Ergebnisse eingefahren. Uns liegen Abrechnungen vor, die beweisen, dass Kunden, die mehr als 10 Jahre Monat für Monat ihre Fondsbeiträge von 100 Euro oder mehr eingezahlt haben, nun über ein Fonds-Guthaben verfügen, dass in der Summe unter den geleisteten Einzahlungen liegt. Das bedeutet, dass die Fondsmanager bei der HDI Lebensversicherung AG über Jahre nicht in der Lage waren, einen Überschuss zu erwirtschaften, der zumindest die nicht geringen Kosten (Fondsgebühren) des Versicherers hätte decken können. Viele Kunden haben eine Negativ-Performance: Weniger Guthaben als eingezahlt. Eine peinliche Visitenkarte für jeden Fonds-MANAGER.

Der HDI-Konzern hat kürzlich selbst die Reißleine gezogen und den Kunden mitgeteilt, dass z.B. der Garantiefonds „DWS Flex Pension“ wegen miserabler Ergebnisse aufgelöst wird, da auch in der Zukunft keine Zugewinne zu erwarten sind. Ok., die Zinsen sind seit 2-3 Jahren auf niedrigstem Niveau, teilweise bei null. Aber nicht seit 10 Jahren. Trotzdem hat es der Konzern nicht geschafft, in den „guten Wirtschaftszeiten“ vernünftige Gewinne bei den fondsgebundenen Versicherungen zu erwirtschaften. In den guten Jahren um 2012 war einiges möglich, um die Performance zu verbessern. Jetzt sind die Kunden froh, dass ihre Einlage wenigstens nicht weiter ins Minus gerutscht ist, weil keiner im Fondsmanagement in der Lage war, gewinnbringende Entscheidungen für Ankäufe und Investments zu treffen. Dass sich viele Kunden nun betrogen fühlen, ist nachvollziehbar.

In der Zwischenzeit geben Anwälte Tipps, wie man eine fondsgebundene Lebensversicherung auch Jahre nach deren Abschluss rückwirkend kündigen und die eingezahlten Beiträge angemessen verzinst zurückverlangen kann. Voraussetzung dafür ist eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung bei Vertragsabschluss. Wenn ein Großteil der Kunden, denen bei Vertragsabschluss eine höhere Rendite über eine Prognose in Aussicht gestellt wurde, nun diese Möglichkeit prüfen lassen und ihre Versicherung widerrufen, könnte das den HDI Konzern oder deren Kapitalverwaltungsgesellschaft DWS Investment S.A. teuer zu stehen kommen. Da dürfte dann in Köln wie man so schön sagt, „der Baum brennen“. Schließlich sind hochbezahlte Fondsmanager dafür verantwortlich, dass für die Kunden Geld verdient wird, anstatt dieses zu vernichten. In diesem Zusammenhang monieren Verbraucherschützer immer wieder die hohen Abschlusskosten der unterschiedlichen Versicherer, die neben dem HDI Konzern ebenfalls Lebens-Fonds- und Rentenversicherungen verkaufen. Hier geht die Höhe der Abschlusskosten eines Vertrages sogar bis zu 6 Prozent der Investmentsumme hinauf. Bei solche einem Prozentsatz ist es für die fondsgebundenen Versicherungen von HDI bei der derzeitigen Performance unmöglich, Überschüsse bzw. Gewinne für die Kunden zu erzielen.                            Sollten die verantwortlichen Fondsmanager nach dem Leistungsprinzip bezahlt und beurteilt werden, kann es für sie eigentlich nur heißen: EDEKA = Ende der Karriere!

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