Windräder: Teure Ungetüme, die den Lebensraum verschandeln

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Die Befürworter von Windenergieanlagen haben gut reden: Wenn sie nicht gerade in direkter Umgebung zu den großen, etwa 300 Meter hohen Propeller-Ungetümen wohnen, dann bekommen sie die vielen Nachteile unserer Öko-Verstromung gar nicht mit. Würden sie aber Seite an Seite mit den Tag und Nacht kreisenden Riesenrotoren wie in Thüringen beispielsweise wohnen, dann könnten sie ebenfalls ein Klagelied auf die Anlagen singen: Lautes Brummen besonders zu Nachtzeiten, helle Lichtabstrahlung, hässliche Schattenspender und unansehnliche Landschafts-Giganten, die manche Wohnidylle verschandeln. Und es werden immer mehr, sie werden offenbar immer größer und sie rücken immer näher heran, an Wohnsiedlungen und Menschenansammlungen. Doch was passieren wird, wenn der Rückbau der Stahl- und Kunststoffmonster ansteht, darüber haben sich die meisten noch gar keine richtigen Gedanken gemacht. Da fallen gigantische Mengen an Stahl, Beton und Kunststoffe der 35-45 Meter langen Rotorenblätter an. Experten rechnen bis zu 1 Million Tonnen Metall, 5,5 Mio. Tonnen Beton und 70.000 Tonnen Kunststoffe. Baumaterial, das aufwendig recycelt werden muss und wofür erst einmal Schrottplätze gesucht werden müssen. Und der Abtransport ist ebenfalls nicht ohne. Viele Nachteile auf dem langen Weg zur positiven Öko-Bilanz mit grüner Energie und zur Reduzierung der Erderwärmung. Nachteile, die die Anwohner und Bürger der Stahlkolosse zu spüren bekommen, weil deren Lebensqualität erheblich eingeschränkt wird.

Der Nutzen der Windräder zur Produktion von sauberem Strom ist unbestritten. Dennoch scheint der Auf- und Ausbau nicht bis zum Ende durchdacht, wird doch von der Bundesregierung eine Menge Druck auf Städte und Gemeinden gemacht, um die Verbreitung von Anlagen zur Produktion von erneuerbarer Energie voranzutreiben. Schließlich gibt es ein Klimaziel und ein Klimaabkommen, deren Einhaltung in Deutschland höchste Priorität genießt. Derzeit werden etwa 29.000 Windenergieanlagen in Deutschland betrieben, die im ganzen Bundesgebiet gefertigt und aufgestellt werden. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es 8.000 Anlagen weniger, obwohl der Boom derzeit ein wenig gebremst worden ist. Doch die Anlagen sind sehr effizient und verbrauchen während ihrer kalkulierten Lebensdauer nur 7% Energie im Verhältnis zur produzierten Energiemenge. Die Kolosse müssen mit viel Aufwand entwickelt, transportiert und errichtet werden, und sind dabei manch einem Anwohner ein Dorn im Auge. Zwar gibt es Gesetze, wie weit der Abstand zwischen Windrad und der nächstliegenden Siedlung sein muss, nämlich mindestens 1.000 Meter, dennoch beklagen die Bewohner aus nächster Nähe den permanenten Summton der rotierenden Propeller, den man besonders nachts gut hört, beklagen die starke Beleuchtung der Propeller zur besseren Sichtbarkeit für Flugzeuge und jammern über die weiten Schatten, die die Gebilde im Sommer in die Gärten und Wohnanalagen werfen. Natürlich ist auch der optische Eindruck nicht schön, wenn bis zu 20 dieser Giganten in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern stehen. Auch Vögel und Fledermäuse, die in den ländlichen Gebieten leben, werden zu hunderten Opfer der kreisenden Rotoren. Viele Anwohner z.B. in Brandenburg haben Plakate aufgehängt mit Sprüchen wie: „Keine Windräder im Schlaubetal“. Eingekesselt von 43 Windrädern, fühlen sich viele Bewohner der umliegenden Ortschaften im Lebensraum eingeschränkt und verfluchen die Windenergieanlagen. Schließlich werden die Häuser mit 5.400 Haushalten von einer großen eigenen Solaranlage mit Strom versorgt. Die Umgebung hat also ihren Beitrag zum Umweltschutz bereits geleistet. Dennoch werden mehr und mehr der riesigen Windräder errichtet, da die Gegebenheiten der Landschaft prädestiniert dafür scheinen. Und obendrein sieht die Bundesregierung die Energiewende in Gefahr, wenn nicht jetzt der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird. Fest steht, dass laut Umweltbundesamt die Windräder mit Abstand die beste Bilanz bei den Umweltkosten im Vergleich mit allen anderen Stromerzeugern haben. Selbst Sonnenenergie und Biomasse stehen hinten an, während Stein- und Braunkohle völlig indiskutabel geworden sind. Windenergie ist Teil der grünen Zukunft und daher unerlässlich. Mit all ihren Nachteilen und Belastungen.

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