Alle haben das Corona-Virus total unterschätzt!

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Die wenigen Warner, die vor der Ausbreitung des Corona-Virus gewarnt haben, wurden seinerzeit belächelt und als „Propheten des Untergangs“ bezeichnet. Ein riesiger Fehler, wie sich jetzt herausstellt, denn das Virus mutiert ungebremst zu einer weltweiten Epidemie, die man nicht aufhalten kann. Der chinesische Arzt, der im November gewarnt hatte, dass verheerende Folgen der neuartigen Lungenkrankheit zu befürchten sind, wurde von der chinesischen Regierung offenbar mundtot gemacht – mittlerweile ist er an den Folgen der Krankheit gestorben. Die Chinesen wussten seit November 2019, dass etwas „im Busch ist“, haben es aber verharmlost und der Weltöffentlichkeit weitestgehend verschwiegen. Nun droht die ganze Welt vom Virus betroffen zu sein. Dann werden eines Tages die Krankenhäuser überlaufen und die medizinischen Kapazitäten erschöpft sein. Wir brauchen dringend ein Gegenmittel, sonst rücken alle anderen globalen Probleme in weite Ferne.

Jetzt zahlen wir den Preis für diese grobe Nachlässigkeit, das Corona-Virus so lange falsch eingeschätzt zu haben und nicht konsequent unsere Grenzen und Flughäfen gegen die Einreise chinesischer Staatsbürger geschützt und die Ausreise nach China den Menschen untersagt zu haben. Das hätte man vorausplanen müssen und können, denn jeder kann sich vorstellen, dass eine Ausbreitung einer Epidemie dadurch gefördert wird, dass Menschen aus betroffenen Gebieten den Virus weitertragen, wenn sie in andere Länder reisen. Genauso wie es absehbar war, dass Menschen, die in betroffene Regionen reisen, Gefahr laufen sich dort anzustecken. Jetzt sind wir soweit, dass ganze Städte abgeriegelt werden müssen, dass Behörden, Schulen, Kindergärten und Firmen geschlossen werden, um eine Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Auch in Berlin denkt der Innensenator Andreas Geisel darüber nach, die Hauptstadt notfalls abzuriegeln. Wie immer das dann aussehen kann, vorstellen mag sich das niemand.

Wichtig ist für jeden, sich gründlich regelmäßig die Hände mit Seife oder Desinfektionsmittel zu waschen, große Menschenansammlungen zu meiden und zu versuchen, Abstand vor Fremden zu halten, damit eine „Tröpfchen-Infektion“ keine Chance hat. Durch Niesen, Husten oder Spucken (beim Sprechen) kann der Virus übertragen werden. Die allseits angesprochenen Mundschutz-Masken sind, wie man heute weiß, eher unnütz, besser sind Atemschutzmasken mit Filter. Aber wer will so „verkleidet“ öffentlich herumlaufen? Doch wenn man dazu die Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn hört: „Wir befinden uns am Anfang einer Corona-Epidemie in Deutschland“ und „Die Infektionsketten sind teilweise – und das ist eine neue Qualität – nicht nachzuvollziehen“, dann weiß man, dass Alarmstufe „rot“ gegeben ist. Alle Bundesländer bereiten sich auf Anweisung auf ein entsprechendes Epidemie-Szenario vor.

Offensichtlich ist das Virus so nicht einfach zu stoppen, wenn man die Einschätzung von Virologen wie dem Hamburger Experten Jonas Schmidt-Chanasit hört: „Es ist unwahrscheinlich, dass wir die Ausbreitung des Virus in Deutschland noch aufhalten können.“ Und das deckt sich genau mit den täglichen Meldungen neuer Verdachts- und Ansteckungsfälle. Die Einschränkung, dass besonders ältere und vorgeschädigte Menschen am stärksten gefährdet sind, scheint auch nicht ganz richtig zu sein. Der Arzt aus China, der kürzlich am Virus gestorben ist, war erst 36 Jahre alt und gesund. Jeder muss jetzt für sich entscheiden, welche Risiken er eingehen will, wenn er sich in der Öffentlichkeit bewegt. Das betrifft Reisen, größere Veranstaltungen, Konzerte und Theaterbesuche oder ganz banales Einkaufen. Irgendwann kommen wir alle wahrscheinlich um geeignete Atemschutzmasken nicht mehr herum.

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