BioNtech aus Mainz hat einen Impfstoff: Kommen jetzt Logistik-Probleme?

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Es sieht so aus, als sei die Rettung nah: Der Mainzer Pharmakonzern BioNtech hat einen Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt, der in Kürze in die weltweite Verteilung gehen könnte. Mit BNT162b2, dem Impfstoff, der an über 43.000 Menschen bereits getestet wurde, könnte dem Unternehmen der Durchbruch im Kampf gegen die Pandemie gelungen sein. Dann heißt es ran an das nächste Problem, denn alleine in Deutschland wollen 80 Millionen Menschen geimpft werden und weltweit sind es Milliarden. Das ist eine logistische Herausforderung, denn der Transport und die Lagerung des Impfstoffes macht es erforderlich, den Stoff auf Minus 80 Grad herunterzukühlen, passende Behälter zu bauen und den weltweiten Verteilerschlüssel zu entwickeln. Darüber hinaus ist schon jetzt klar, dass nicht einfach beim Hausarzt geimpft wird, sondern in sogenannten zentralen Impfstellen.

Die Frage lautet nun allerorts: Wie lange dauert es, bis alle Menschen geimpft sind. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit? Wenn man davon ausgeht, dass etwa 15 Milliarden Dosen Impfstoff gebraucht werden, und die dann global verteilt werden, bräuchte man 15.000 Flüge rund um den Globus, denn ein Kühltransporter kann beispielsweise 975 Impfdosen aufnehmen, sagt jedenfalls die Firma Pfizer, die diese Boxen entwickelt. Diese müssten auf 200.000 Paletten verladen werden und von Deutschland aus in alle Welt geschickt werden. Dann könnten etwa 60.000 Menschen pro Tag in Deutschland geimpft werden. Das könnte insgesamt 2,5 Jahre dauern. Dazu kommt die Problematik, in welcher Reihenfolge die Menschen oder Länder oder Kontinente geimpft werden. Wichtig ist, dass Deutschland sich 300 Millionen Dosen gesichert hat, wie Jens Spahn, unser Gesundheitsminister, verlauten ließ. Denn auch dieser Punkt der Zuteilung von Impfstoffen könnte noch einmal ein weltweites Streitthema und Problem werden, wenn sich Regierungen nicht einigen. Denn es gibt eine Menge rechtliche Probleme, die dem Ganzen zugrunde liegen. Die US-Firma Pfizer beispielsweise als Mitinhaber von BioNtech, hat Schwierigkeiten mit dem europäischen Haftungsrecht und der Datentransparenz. Und es geht natürlich um viel Geld, worüber zäh verhandelt wird. Dazu kommt noch, dass in Brüssel verschiedene Verträge mit Lieferanten gemacht wurden, mit BioNtech aber nur ein Vorvertrag. Traute man dem Pharmakonzern nicht zu, sich im Rennen um einen Impfstoff gegen die Konkurrenz durchzusetzen?

An vier Standorten in Deutschland soll der neue Wunder-Stoff produziert werden: Mainz, Berlin, Idar-Oberstein und Marburg. Denn Mitte Dezember, wenn die Zulassung des Medikamentes erfolgen soll, muss geliefert werden. Es gibt viele Patienten, die auf den Impfstoff warten, die schwer erkrankt sind. Es müssen laut Forschung dann 2 Impfungen nacheinander pro Person durchgeführt werden, damit der Schutz von 90 Prozent auf 99 Prozent erhöht wird, und die Menschen resistent gegen das Virus sind. Nur wenn die Wirkung dauerhaft anhält, kann man von einem Ende von Corona sprechen. Das ist noch nicht ausreichend erforscht und wird sich in den nächsten Monaten oder Jahren zeigen. Dann können vor allem die Patienten geheilt werden, die aus Angst vor dem Virus nicht zum Krankenhaus oder zum Facharzt gehen, obwohl sie Probleme haben. Das ist im Moment die bedeutendste Begleiterscheinung von COVID-19. Die Menschen sterben, weil sie nicht zum Arzt gehen. Sie haben Angst, sich beim Arzt anzustecken. Dabei wäre medizinische Hilfe in vielen Fällen dringend erforderlich. Auf alle Fälle gebührt dem Gründer von BioNtech, Ugur Sahi  und seiner Frau Özlem Türeci großer Dank, dass sie immer daran geglaubt haben, einen passenden Impfstoff in kurzer Zeit zu entwickeln. Wie Ugur Sahin gestern optimistisch sagte: „Die Zahlen aus unseren Tests bringen uns einen Schritt näher zu einer Lösung für die globale Pandemie.“

Ein Kommentar auch kommentieren

  1. Franz Sternbald sagt:

    Me, Myself and I – von der Trance-Formation des Ich

    Buch-Neuerscheinung:

    „Ausgesetzt zur Existenz“ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

    {Das Buch zum Virus, ohne es ein einziges Mal zu benennen …denn es geht um die Klärung der Frage, wo bleiben Du und Ich bei dem, was danach kommt}

    Wenn Sie nichts vermissen, bedeutet das noch nicht, daß Sie nichts verloren haben.
    Erfahren Sie nun, was Ihnen durch den gegenwärtigen Umbau unserer Lebenswirklichkeit abhanden gekommen sein wird, wenn die Transformation der gesellschaftlichen Ordnung, sowie der politischen und wirtschaftlichen Willensbildung, zu ihrer Vollendung gelangt sein wird (von der posthumanistischen Überwindung der conditio humana bis zur transhumanistischen unio mystica).
    Die Ausrufung einer globalen Pandemie ist die Klimax in einem Stück, das uns Alle, bei verordneter sozialer und physischer Distanzierung (zwischenmenschliche Entfremdung), zu einem digital-orchestrierten Kollektivpanik-Schwarmbewußtsein zusammenscheuchen soll.
    An dem Drehbuch haben Sie und Ich mitschreiben dürfen, indem wir uns stillschweigend in unsere darin vorgesehene Rolle gefügt haben, Als Medien-Rezipienten und Steigbügelhalter für die Umsetzung einer global-politischen Agenda; indem wir uns über unsere Individualität eine Maske (persona) streifen lassen, um den Part des reibungslos verwertbaren Produzenten und Verbraucher, des Kunden und Patienten, zu spielen. Und so werden wir durch die Inszenierung getrieben, vor wechselnden Kulissen von Lügengebäuden und falschen Flaggen, hinter denen ein okkult (=verborgen) illegitimes technokratisches Ermächtigungssystem zur Totalität heranreift.
    Wir werden aber zum Ende hin bei keiner Instanz mit der Klage über unser Lebensschicksal durchkommen, wenn es dereinst heißen wird:
    Es geschah nach Deinem Willen!

    Was aber war unser Ich, bevor wir es uns abkaufen ließen, um zum Personaldarsteller zu werden?

    Aufrichtig gesprochen, „Ich“ war niemals frei zu handeln, vielmehr handelte es sich .. in einer Gitterbox kausaler Bestimmtheiten.
    Wir können garnicht tun, sondern wir ereignen uns.
    Notwendig ist künftig eine praktische Existenzphilosophie zur Rechtfertigung der Subjekthaftigkeit gegen die Zudringlichkeit der Verobjektivierung.
    Sind wir zwar nicht eigentlich frei zu handeln, liegt unsere eigentümliche Freiheit dennoch auf dem Grund unseres Seins. Möglicherweise haben wir uns demnach den Käfig der kategorischen Gesetztheit selbst geflochten. Freiheit wurde auf dem Weg vom Sein in die Existenz zur Bestimmtheit. Allein im Bewußt-Sein ist somit die ‚fatale’ (Fatum= Schicksal) Verbindung von Freiheit und Bestimmung zu suchen.

    Mit dem Buch „Ausgesetzt zur Existenz“ fordert der Autor Franz Sternbald Sie auf: Holen Sie sich ihre souvernäne Urteilsfähigkeit zurück; Werden Sie sich dessen gewahr Wer Ihr Ich eigentlich ist!
    „ Was soll nicht alles meine Sache sein …..,nur die meinige soll nicht meine Sache sein?! “ {Max Stirner}

    Ich zu sein, vermag nur Ich selbst

    aber …

    Wer ist eigentlich ICH?
    Zu welchem Zweck behaupten wir ein subjektives Ego, und worin besteht ein objektiv legitmierender Sinn für die Forderung nach Anerkennung eines
    unbezähmbaren Geistes der uneingeschränkten Subjektivität {J.J. Rousseau, Bekenntnisse}

    Zu welchem Ziel strebt letztlich die Entwicklung der Selbstbewußtwerdung alles Lebendigen?
    In welchem überragend widerspruchsvollen Verhältnis steht das absolute Selbst zur Endlichkeit seines individuellen Daseins?
    Mit diesem Buch wird ein Deutungsversuch unternommen für das Ego als einem Ding, oszillierend zwischen Dualität und Polarität, von Identität und Alienation, von Eigentümlichkeit und Entfremdung,
    auf dem Weg von Mir zu Dir

    Von nun an wird Ich nicht mehr gezählt, sondern gewogen

    *

    Ausgesetzt zur Existenz – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald – BoD-Verlag; D-Norderstedt

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