Der Goldpreis steigt nun mehr seit Jahren

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Der Anstieg des Goldpreises in den letzten Jahren ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, die sowohl geopolitischer als auch wirtschaftlicher Natur sind. Gold wird oft als sicherer Hafen betrachtet und erfährt in unsicheren Zeiten eine verstärkte Nachfrage. Außerdem ist von Zinssenkungen die Rede, wodurch Gold eine höhere Nachfrage erfährt. Vor 2 Wochen nun konnte der Goldpreis mit 2.135 US-$ pro Unze ein neues Allzeit-Hoch erklimmen. Zwar kam es dann auch wieder zu einer Konsolidierung, aber unterm Strich ist Gold ein lohnenswertes Investment. „Nicht zu Spekulationszwecken“, wie einer der führenden Edelmetallhändler konstatiert, „sondern zur Vermögens-Absicherung.“

Die US-Notenbank bestimmt die Regeln

Der Chef der US-Notenbank FED, Jerome Powell, sagte, die Geldpolitik in den USA befinde sich bereits «weit im restriktiven Bereich», und so stellte er weiterhin fest, dass sich der Effekt höherer Zinsen, um die Inflation zu bekämpfen, auf die Wirtschaft auswirke. «Wir bekommen, was wir wollten», erklärte der wichtigste Notenbanker der Welt.

Dazu sind hier einige gewichtige Gründe für den Anstieg des Goldpreises in den letzten fünf Jahren aufgelistet: Geopolitische Unsicherheiten: Politische Spannungen, Handelskonflikte und geopolitische Unsicherheiten auf der ganzen Welt haben dazu geführt, dass Investoren vermehrt nach sicheren Anlagen suchen. Gold wird traditionell als „sicherer Hafen“ betrachtet, da es in unsicheren Zeiten als stabile Wertanlage angesehen wird.

Niedrige Zinsen: In vielen Ländern sind die Zinssätze historisch niedrig. Niedrige Zinsen machen es weniger attraktiv, Geld auf traditionellen Sparkonten oder Anleihen zu halten. In solchen Phasen neigen Investoren dazu, vermehrt in alternative Anlagen wie Gold zu investieren. Inflationsschutz: Gold wird oft als Absicherung gegen Inflation betrachtet. Wenn die Inflation steigt, behalten Waren und Edelmetalle wie Gold oft ihren Wert besser als Währungen.

Globale wirtschaftliche Unsicherheit: Wirtschaftliche Unsicherheiten und Rezessionsängste können dazu führen, dass Anleger vermehrt in Gold investieren, um ihre Portfolios zu diversifizieren und sich vor möglichen Verlusten in anderen Anlageklassen zu schützen.

Angebots- und Nachfragefaktoren: Begrenzte Goldvorkommen und eine steigende Nachfrage, insbesondere aus aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien, können ebenfalls den Preis beeinflussen.

Es ist anzumerken, dass der Goldpreis von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird und dass die Märkte sich ständig verändern können. Investoren sollten sich bewusst sein, dass der Goldmarkt volatil sein kann und dass es wichtig ist, Marktbedingungen und wirtschaftliche Trends zu berücksichtigen, wenn man über Gold-Investments nachdenkt. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für eine Investition in Gold stellt sich nicht, da das Edelmetall tendenziell fortwährend im Preis steigt, auch wenn es Schwankungen nach unten gibt. Wer sein Vermögen absichern will, setzt sowieso auf sogenannte Sachwerte wie Edelmetalle, Immobilien oder auch Kunst. Da spielt eine kurzfristige Preisentwicklung dann keine Rolle, sondern der Horizont hat eine langfristige Perspektive.

Niedrigzinsen: Die Kaufkraft sinkt, der Goldpreis steigt

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Mit einem guten Gefühl können die Besitzer von Gold-Vorräten auf die steigenden Goldpreise schauen, während der klassische Sparer in Zeiten von Niedrig- und sogar Minuszinsen sich schweren Herzens eingestehen muss, dass sein Geld weniger wird, selbst wenn er nichts davon ausgibt. Der Grund: Durch die negative Realverzinsung (Nominalzins minus Inflationsrate) verliert das Geld sukzessive an Kaufkraft. Die traurige Wahrheit ist, dass der deutsche Sparer somit Jahr für Jahr viel Geld verliert. Dabei ist es so einfach, effektiv dagegen zu steuern und mit Goldkäufen sein Vermögen abzusichern, um dem Kaufkraftverlust entgegenzuwirken. Denn nicht umsonst heißt es unter Kennern: „Gold ist Versicherungsschutz ohne Police.“

Gold ist nicht nur schön anzusehen, es fühlt sich auch edel und hochwertig an und es verleiht seinem Besitzer das gute Gefühl, etwas Wertvolles und Unvergängliches in den Händen zu halten. Die Goldexperten aus dem Hause Noble Metal Factory (Firmenslogan: Vermögen braucht Sicherheit), die den Gold- und Edelmetallmarkt so gut wie kaum ein anderer kennen, geben seit Jahren wertvolle Empfehlungen an Kunden und Interessenten weiter, die zum Inhalt haben, dass es nie zu spät ist, um sich eigene Goldvorräte zuzulegen. Vor allem unter dem Aspekt der Absicherung, des Vermögensaufbaus und des Kapitalerhalts.

Rückblickend auf den Verlauf der letzten 12 Monate sieht man, dass Gold um sagenhafte 32 Prozent zugelegt und somit für eine wunderbare Wertsteigerung gesorgt hat. Dennoch ist es nicht das Ziel beim Goldkauf, kurzfristige Gewinne einzufahren, sondern langfristig ein Gegengewicht zu allen anderen Anlageformen zu schaffen. Besonders Sparguthaben, die jahrzehntelange Tradition bei uns haben, sollte man Schritt für Schritt in Goldvorräte umschichten, wenn man spekulative Risiken ausschließen, aber dennoch die Chance auf eine langfristige Wertsteigerung nutzen möchte.

Und der Goldpreis hat seinen Zenit sicherlich noch nicht erreicht, so viel scheint nach Meinung der Edelmetallexperten der Noble Metal Factory aus Brandenburg festzustehen. Diese Meinung deckt sich mit den Einschätzungen von Analysten und Fondsmanagern aus aller Welt. Gold wird seinen Höhenflug fortsetzen – vielleicht mit Unterbrechungen, aber stetig und mit Perspektive. Die Tendenz liegt bei einem mittelfristigen Kursziel von 2.000 $ pro Feinunze. Ein besseres Signal für einen sofortigen Goldkauf, ob als Neukunde oder zur Aufstockung bestehender Bestände, kann es eigentlich nicht geben.

Die Edelmetallexperten von Nobel Metal Factory bieten individuelle Konzepte zum Einkauf, der Lagerung und dem möglichen späteren Verkauf von Gold an, welche auf die persönlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden abgestimmt sind. Kunden haben die Möglichkeit Gold in Barren oder Münzen physisch anzukaufen oder über Goldsparpläne ab einer Mindestbeteiligung von 50 Euro pro Monat in Edelmetalle zu investieren.

Swiss Gold Bank: Corona-Virus treibt Goldpreis

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Der Corona Virus hält die Welt in Atem. Experten der OECD rechnen mit einem deutlichem Einbruch der Weltwirtschaft.

Die wirtschaftliche Unsicherheit wirkt sich auch auf die Edelmetallmärkte aus. Ende Februar stieg der Preis für Gold auf einen neuen siebenjährigen Höchststand. In der Spitze wurden für eine Feinunze 1.679 US-Dollar gezahlt, dem höchsten Stand seit Februar 2013. In Euro erreichte der Goldpreis einen neuen Rekord von 1.550 Euro pro Feinunze.

„Die Gründe für den aktuellen Boom des seltenen Edelmetalls sind vor allem auf die Unsicherheiten im Hinblick auf die weltwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen“, sagt Dr. Walter Friedrich Schautz, Vorstand der Swiss Gold Bank. Weltweite Handelskonflikte, Brexit sowie die Niedrigzinspolitik der EZB treiben den Goldpreis seit Jahren nach oben. Mit dem Ausbruch des Corona Virus haben sich die Ängste um die weltweite Konjunktur verschärft.

OECD warnt vor Einbruch der globalen Konjunktur

Ökonomen der Industrieländer-Organisation OECD warnen davor, dass sich der weltweite Wirtschaftswachstum aufgrund der Corona Epidemie halbieren könnte. Je nach Szenario rechnen die OECD-Experten mit einem Einbruch des globalen Wachstums auf 1,5 bis 2,4 Prozent. Im ersten Quartal 2020 könnte die Weltwirtschaft sogar schrumpfen. Für die Eurozone hieße das, zumindest vorübergehend mit Wachstumsraten auf dem Niveau der Euro-Schuldenkrise umgehen zu müssen.

Vor dem Ausbruch des Corona Virus rechneten die Ökonomen mit deutlich höheren Wachstumsraten. Vor allem dürfte das Virus Chinas Wirtschaft empfindlich getroffen haben: Die Ökonomen der OECD rechnen für 2020 nur noch mit 4,9 Prozent Wachstum, nach 6,1 Prozent im Jahr 2019. Die Folgen der wirtschaftlichen Probleme in der Volksrepublik werden laut OECD in den weltweit vernetzten Lieferketten von Unternehmen zu spüren sein, ebenso für Reiseanbieter und Rohstoffhändler.

Experten rechnen 2020 mit steigenden Goldpreisen

Bereits vor Ausbruch der Corona Epidemie rechneten die meisten Edelmetall-Experten mit steigenden Preisen. Der Medienkonzern Thomson-Reuters befragte Ende letzten Jahres 40 Edelmetallhändler und -analysten nach ihren Erwartungen für den Goldpreis. Die Mehrheit der Branchenprofis rechnete mit steigenden Preisen.

Die Prognosen der Edelmetallexperten variieren vor allem bezüglich der möglichen Schwankungen des Goldpreises, die stark vom weltwirtschaftlichen Klima abhängig sind. In einem Punkt sind sich die meisten die Prognosemodelle hingegen einig: Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass der Goldpreis Ende 2020 höher steht, als dass er sinkt. „Weltweit ist gibt es stabile, hohe Nachfrage nach Gold sowohl von Privatanlegern als auch von Institutionellen Investoren“, sagt Swiss Gold Bank Vorstand Schautz.

Die aktuellen Entwicklungen sprechen tendenziell für weiter steigende Preise. Swiss Gold Bank Vorstand Walter Friedrich Schautz kommentiert: „Gold war schon immer der sichere Hafen. Neben Staatsanleihen war Gold als Alternative eben zu Wertpapieren die Krisenwährung.“

Gold ist beliebt bei deutschen Anlegern

In Deutschland ist Gold traditionell eines der beliebtesten Anlageklassen. Pro Jahr kaufen Privatinvestoren hierzulande rund 100 Tonnen des wertvollen Metalls. Laut einer Studie der Steinbeis-Hochschule ist aktuell die Rekordmenge von 8.918 Tonnen Gold in deutschem Privatbesitz – davon gut die Hälfte (4.925 Tonnen) in Form von Barren und Münzen, knapp 4.000 Tonnen sind Schmuck. Seit der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 wuchs der Goldbestand in Deutschland um 246 Tonnen. Zusätzlich sind mit über 3.300 Tonnen, die weltweit zweitgrößten Goldreserven Eigentum der Bundesbank. Gemessen an der Bevölkerung ist Deutschland damit das goldaffinste Land der Welt.

Neben der hohen Wertstabilität und Inflationssicherheit ist auch die niedrige Korrelation mit anderen Asset-Klassen ein Grund für die Beliebtheit von Edelmetallen. Vor allem für Gold gibt es einen hochtransparenten und liquiden Markt. „Goldmünzen und -barren sind nicht nur mobil, sondern lassen sich auch weltweit problemlos zu transparenten Preisen handeln“, erläutert Swiss Gold Bank Vorstand Walter Friedrich Schautz. Daher habe Gold zu Recht den Ruf als ideale „Fluchtwährung“.

SWM AG: Mit Edelmetallen zum Wohlstand im Alter

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Weltweite Handelskonflikte, Brexit-Ängste und sinkende Börsenkurse – die Stimmung an den Finanzmärkten könnte derzeit kaum schlechter sein. Immer mehr Experten rechnen mit einer Wirtschaftskrise, Anleger suchen verzweifelt nach sicheren Kapitalanlagen. Als „sicherer Hafen“ für das Vermögen eignen sich vor allem Edelmetalle.

Gold gilt unter Anlegern als Inflationsschutz und Krisenwährung. Dieser Zusammenhang hat sich in der Vergangenheit auch immer wieder bestätigt. Zwischen 1972 und 1975 und Anfang der 80er Jahre zog der Goldpreis von 50 auf 200 US-Dollar, beziehungsweise von 200 auf 850 US-Dollar deutlich an. In beiden Zeiträumen stieg auch die Inflation innerhalb kurzer Zeit um ein Vielfaches – in Deutschland jeweils von zwei auf fast acht Prozent.

In den letzten 12 Monaten hat der Goldpreis erneut deutliche Zuwächse verzeichnet und stieg von 1.200 US-Dollar auf derzeit rund 1.500 US-Dollar. Experten rechnen auch in den nächsten Monaten mit weiter steigenden Preisen. Es ist aktuell auch kein Kunststück, gute Gründe für das Hereinbrechen von Marktturbulenzen zu benennen, zum Beispiel den globalen zyklischen Konjunkturabschwung Handelskonflikte zwischen den USA und China, das Theater um den Brexit, Unsicherheiten im Nahen Osten und ein deutlich erhöhtes Verschuldungsniveau vieler Staaten und Unternehmen.

Um sich optimal vor den Risiken sinkender Börsenkurse zu schützen, empfehlen Finanzexperten mindestens 15 bis 25 Prozent des Vermögens in Edelmetalle zu investieren. In Krisenzeiten und bei unruhiger weltwirtschaftlicher Lage können diese Werte auch überschritten werden, um hohe Sicherheit und Inflationsschutz zu gewährleisten. Neben dem Klassiker Gold eignen sich auch Silber, Platin und Palladium zur Beimischung ins Portfolio.

Edelmetallsparpläne: Günstig und sicher Gold erwerben

Um die Kosten für Einlagerung, Versicherung und Logistik bei Edelmetallinvestments niedrig zu halten und vom sogenannten Cost-Average-Effekt zu profitieren, bieten Edelmetallspezialisten wie die SWM AG aus Liechtenstein Kapitalanlegern die Möglichkeit mit Edelmetallsparplänen langfristig in Gold, Silber und Platin zu investieren. Die Edelmetalle der Kunden werden in Zollfreilagern in der Schweiz unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und vollem Versicherungsschutz aufbewahrt und bleiben während der Einlagerung sowohl Mehrwert- als auch Abgeltungssteuerfrei.

Kunden der SWM AG bleiben zu jedem Zeitpunkt zu 100 Prozent Eigentümer der Edelmetalle. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer überprüft regelmäßig, ob die Gesamtbestände mit den Einzelabrechnungen der Kunden übereinstimmen und erstellt einen Prüfbericht. Diesen Prüfbericht erhalten die SWM-Kunden zusammen mit dem Rechenschaftsbericht grundsätzlich zu Beginn eines Kalenderjahres.

Besonders attraktiv werden die Edelmetallsparpläne der SWM AG durch ein aktives Management des Portfolios. Professionelle Rohstoffverwalter kaufen im Auftrag der Kunden die begehrten Rohstoffe ein. Beim Einkauf und während der gesamten Vertragsdauer wird der Weltmarkt beobachtet und analysiert. Je nach Marktlage werden Investitionen in die einzelnen Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium vorgenommen, denn Gold, Silber, Platin und Palladium sollten möglichst zum richtigen Zeitpunkt eingekauft werden. Das Rebalancing durch die SWM-Experten führt zu einer Wertsteigerung der Rohstoffdepots.

Auf Wunsch können sich Kunden ihre Bestände selbstverständlich jederzeit ausliefern oder in einer Währung ihrer Wahl auszahlen lassen. Langjährige Kunden werden von der SWM AG zudem mit einem außergewöhnlich hohem Treuebonus belohnt. Bis zu 100 Prozent der Einrichtungskosten können sich Kunden im Zuge dieses Loyalitätsprogramms rückerstatten lassen. Verzichten SWM-Kunden in der Ansparphase auf Ausschüttungen können sie sich zusätzlich bis zu 24 Prozent jährlichen Sonderbonus auf ihre Edelmetalldepot aufbauen.

Kapitalanleger mit Interesse an langfristigen Edelmetallinvestments haben bei der SWM AG die Wahl zwischen zwei Edelmetallprogrammen: „Strategic Eternal Value“ und dem „1 Million Euro Plan“. Für die jüngeren Edelmetallfans ist hingegen der Kindersparplan „Zukunft“ optimal geeignet. Egal, ob Geburt, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Geburtstag oder einfach nur als Belohnung für besondere Leistungen – Eltern und Großeltern können bereits ab 50 Euro ihren Kindern und Enkeln ein langfristiges Geschenk machen und einen guten Start ins Erwachsenenleben sichern.

Interview zum Goldpreis mit Herbert Behr, CEO der „Golden Gates Edelmetalle GmbH“ in Görlitz.

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M-J: Sehr geehrter Herr Behr, nach einer Zeit geringer Anstiege strebt Gold gerade wieder himmelwärts. Wo vermuten Sie das Ende der Fahnenstange? Bei 100 Dollar mehr innerhalb des nächsten Jahres, wie konservative Analysten prognostizieren? Oder teilen Sie den Optimismus, wie manche Investoren- und Börsenblätter ihn verbreiten, mit 1700 oder gar 2000 Dollar pro Feinunze?

Behr: Um nichts Falsches zu sagen sortiere ich meine Prognose lieber bei den Konservativen ein. Aber auf die täglichen Ausschläge nach oben oder unten kommt es gar nicht an!

M-J: Worauf kommt es denn sonst an, wenn nicht auf den Wertzuwachs? Gold ist keine echte Geldanlage, lese ich immer wieder.

Behr: Um Vermögensschutz, um Kapitalerhalt, Kaufkrafterhalt, um ganz fundamentale Dinge. 11 Prozent Zuwachs seit Januar sind ja kein schlechtes Argument. Aber wenn Staatspapiere Minusrenditen erbringen und dann noch die Inflation an Ihrer Altersvorsorge nagt, die Lebensversicherer bei Nullzinsen selbst in die Bredouille kommen und Sie an später denken: Wie wollen Sie Ihre Rente sicherstellen? Wer wird denn zahlen, wenn der Aktienmarkt zusammenbricht oder Italien den Euro in Schwierigkeiten bringt? Otto Normalverbraucher, Sparbuchinhaber, Shareholder – wer sonst? Wer dann lacht sind Goldbesitzer. Die haben noch was zu verkaufen. In jedes Portfolio gehören 30 Prozent Gold!

M-J: Weil das Ihr Kerngeschäft ist? Üblich sind 3 Prozent.

Behr: Empfohlen sind 5 Prozent. Wer sicher gehen will, sollte sich mit Gold versorgen.

M-J: Also die alte Weisheit: Gold als Währung der Angst? Auch der Goldpreis kann abstürzen, und je mehr die Wirtschaft brummt…

Behr: Wissen Sie, dass allein die Herstellungskosten pro Unze Gold bei rund 1200 Dollar liegen? Mittlerweile sucht man bis in 4000 Metern Tiefe. Egal, was theoretisch wie weit fallen könnte: Diese Benchmark wird der Goldpreis nicht mehr unterschreiten, ansonsten würden einfach die Minen geschlossen. Der Goldpreis fällt nicht ins Bodenlose!

M-J: 1200 Dollar – verglichen mit dem Goldpreis heute Mittag sind da 15 Prozent Abschwung drin.

Behr: Im schlimmsten Fall! Momentan deutet jedoch nichts darauf hin. Aber selbst wenn: 85 Prozent bleiben Ihnen noch erhalten, selbst im allerschlimmsten Fall. Vergleichen Sie das mal mit Risiken anderer Geldanlagen. Momentan läuft der Goldpreis aber stramm nach oben. Seit Jahresbeginn um 11 Prozent. Wir haben gerade Jahreshalbzeit.

M-J: Nehmen wir mal an, Italien kommt zur Vernunft und die USA auch. Dann haben Sie sich in 2 Jahren schwer verschätzt? Die Wirtschaft holt auf was gerade verloren geht, und Gold fällt dann wieder? So ohne Angst?

Behr: Machen Sie ein Gedankenexperiment, völlig unabhängig von maßlosen Volkswirtschaften oder sinnlosen Handelsstreitigkeiten! In absehbarer Zeit sind die Goldvorräte der Welt aufgebraucht, es gibt keine weiteren Vorkommen mehr. Pessimisten sprechen von 10 Jahren, Optimisten von 20 Jahren. Gleichzeitig steigt die Weltbevölkerung, jedes Jahr um 60 bis 70 Millionen Menschen. Was dann? Begrenztes Gut, steigende Nachfrage. Selbst wenn nur 30 Milligramm Gold in jedem Mobiltelefon stecken: Auch in Afrika und Asien will man telefonieren, und Schmuck mögen sie dort auch. Das bemisst einen Bedarf von ca. 2000 Tonnen plus jährlich, nur zum Telefonieren und für Schmuck. Dann wird zwar Recycling interessant, aber was macht vor dem Hintergrund wohl langfristig der Goldpreis?

M-J: Klingt plausibel. Irgendwann. Aber wie langfristig ist langfristig? Wenn Aktien in der Zeit höher rentieren?

Behr: Klar, das weiß man erst in der Rückschau. Gold ist volatil. Wussten Sie eigentlich, dass Gold ein privates Veräußerungsgeschäft ist und damit steuerfrei nach einem Jahr Haltefrist? Keine Mehrwertsteuer, keine Spekulationsregeln, einfach nach Bedarf kaufen oder verkaufen. Preisen Sie das mal in Ihre Überlegungen zu Aktienhandel und Wertpapieren ein. Verglichen mit 11 Prozent Goldpreissteigerung seit Jahresanfang, garantiert legal und steuerfrei.

M-J: Springe ich mit „jetzt“ nicht zu spät auf den Zug mit dem Goldpreis auf?

Behr: Im Moment geht es aufwärts, das Ende ist offen. Aber weiten Sie Ihren Horizont! Silberpreis und Goldpreis bewegten sich mit leichter Zeitverzögerung immer parallel. Gold ging voraus, Silber zog nach. Will sagen: Der Quotient blieb gleich. Momentan ist Gold auf dem 93-fachen des Silberpreises. Das ist irrational! Dieser Wert lag lange unverrückbar bei 70. Silber ist meines Erachtens derzeit stark unterbewertet und wird nachholen.

Der Goldpreis ist nie entscheidend, der Besitz von Gold ist wichtig. Die Vorteile von Gold kann ich nur nutzen wenn ich Gold besitze. Gold ist seit hunderten von Jahren ein Zahlungsmittel und hat bis heute alle Krisen, Kriege, Wirtschaftssysteme und Währungen überlebt. Darum sollte man in Gold investieren.

M-J: Herr Behr, wir danken Ihnen für dieses Interview.

Gold hält sich wacker

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Der Goldpreis hat sich nach den Kursverlusten zum Wochenauftakt wieder leicht erholt. Da Gold aber noch jede Krise überstanden hat, sollten sicherheitsbewusste Anleger die Gelegenheit nutzen, sich bei jeder Abwärtsbewegung wieder preiswert mit dem Edelmetall einzudecken. Bei Gold zählt der langfristige Besitz und nicht die kurzfristige Rendite. Dennoch können Investoren in Gold eine Wertzunahme von 8,07 Prozent verzeichnen, wenn sie genau ein halbes Jahr zurück blicken – obwohl das Metall zwischenzeitlich gefallen war. Im DAX hätten Investoren im 6-Monats-Rückblick 11,5 Prozent gewonnen. Im Jahresrückblick steht Gold mit plus 7,29 Prozent weit vor dem DAX mit seiner Einbuße von 5,66 Prozent. Gold bleibt eine Absicherung für kritische Zeiten an den Aktienmärkten. Goldsparpläne sind eine Möglichkeit, gelassen mit den Schwankungen umzugehen. Darüber hinaus kann bei jedem Abwärtstrend dem Goldhaus ein Kaufauftrag gegeben werden. Goldsparpläne bietet zum Beispiel das Handelshaus Golden Gates Edelmetalle an, vom Fachmagazin Focus Money mit Bestnoten ausgezeichnet.

Aktien haben derweil in einer Meinungsumfrage Gold von Platz 1 der Beliebtheitsskala verdrängt. Erstmals seit 2011 schenkten in einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa mehr Deutsche den Unternehmensanteilen höheres Vertrauen als dem Edelmetall. In einer repräsentativen Umfrage waren gut 1000 Bundesbürger gefragt worden, welche Geldanlagen sie mittel- bis langfristig (bei mindestens drei Jahren Laufzeit) für besonders aussichtsreich halten. Zur Auswahl standen den Befragten dabei Aktien, Anleihen, Gold, Festgeld und Fondsanteile. Dabei entschieden sich 28 Prozent für Aktien, knapp gefolgt von Gold mit 26 Prozent. Nur 16 Prozent gaben Fondsanteilen den Vorzug. In Fest- oder Termingeld sehen 3 Prozent die besten Perspektiven. Weitere 3 Prozent präferierten Anleihen. Eine Münchener Goldhandelskette hatte die Befragung in Auftrag gegeben.

Die Besitzverhältnisse sehen derweil anders aus: Weit vorne liegen mit 28 Prozent Immobilien als Geldanlage, gleichauf mit 28 Prozent die einen Bausparvertrag ihr eigen nennen. 27 Prozent haben eine Lebensversicherung, jeweils 24 Prozent Fondsanteile oder ein Tagesgeldkonto. 15 Prozent nennen Aktien im Depot, 13 Prozent Festgeld beziehungsweise Termingeld. 11 Prozent setzen auf das Eigentum von Goldmünzen oder Barren. 10 Prozent Gold als Sicherheit im Portfolio ist auch die gängige Marke der meisten Investmentempfehlungen. Gemeint ist damit allerdings das Portfolio eines jeden Investors und nicht 11 Prozent der Befragten.