Altersarmut in Deutschland: „Tafeln“ sind längst am Limit

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Die Essens- Lebensmittelausgaben in Deutschland, „Tafeln“ genannt, sind mittlerweile ein wichtiger Indikator dafür, wie es um die Altersarmut bestellt. Dort kann man sehr gut ablesen, dass steigende Zahlen an Armen und Notleidenden, die sich mit Lebensmitteln eindecken, weil sonst das Geld aus der Rente nicht reicht, alarmierende Ausmaße annehmen. Denn immer mehr besonders ältere Menschen können ihren Lebensunterhalt nicht mehr alleine finanziell stemmen und holen sich so Unterstützung bei den Tafeln. Diese geben kostenlose Lebensmittel an sie aus, hin und wieder muss ein kleiner Unkostenbeitrag entrichtet werden, damit man günstig einkaufen kann. Lebensmittel, die vom Einzelhandel zur Vernichtung bereitgestellt werden, weil z.B. das Verfallsdatum abgelaufen ist. Mittlerweile ist ein Anstieg der Bedürftigen um 20% festzustellen, so dass der Chef des Tafel-Verbands, Jochen Brühl, nun Alarm schlägt. Er glaubt, dass diese Situation besonders schlimm ist, weil Deutschland eine reiche Nation ist, aber dass Deutschland für Notleidende aus der halben Welt ein offenes Ohr und viel Geld übrig hat, während im eigenen Land die betagten Personen jenseits der 60 um Lebensmittel betteln müssen. Auch sonst haben hunderttausende von Rentnern zu wenig Geld im Monat, um ein angemessenes Leben in Deutschland zu führen. Menschen, die in den 50er und 60er Jahren unser Land mit ihrer Arbeit zur Blüte und zum Status „Wirtschaftsnation“ verholfen haben.

Wenn ein paar militante oder renitente Asylbewerber abgeschoben werden sollen, dann demonstrieren in Deutschland irgendwelche politisch motivierten Fanatiker für Menschrechte und gegen die Abschiebungen. Wenn unsere Rentner zur Tafel gehen oder sich schon gar nicht mehr dorthin trauen, weil sie eingeschüchtert werden von pöbelnden Bittstellern (mit Migrationshintergrund), dann demonstriert niemand. Das nimmt man so hin, zumal die ältere Generation, wenn sie arm ist, absolut keine Lobby hat. Wie kann es da sein, dass die Alterseinkünfte oftmals unter den Beträgen liegen, die Zugewanderte, Flüchtlinge und Migranten bei uns erhalten, obwohl diese nie in die Sozialkassen wie Renten- oder Krankenversicherung eingezahlt haben? Wann wird die Bundesregierung endlich einmal Prioritäten für die ärmere deutsche Bevölkerung schaffen? Belastend für ehemalige Arbeitnehmer kommt zur schlechten Gesamtsituation hinzu, dass diese oft Arbeitslosen-Zeiten in ihrem Lebenslauf haben, so dass die Rentenbezugspunkte schwächer ausfallen. Oder schlecht bezahlte Jobs, selbst wenn diese 45 Jahre ausgeübt wurden, führen dazu, dass nicht genug Rente berechnet werden kann. Tiefgreifende Reformen sind offensichtlich das einzige Mittel, um diesen Negativ-Trend zu stoppen. Es kann nicht sein, dass es in Deutschland bedeutet, wer alt ist wird arm sein.

Er schwerend zur schlechten Situation der Armuts-Rentner kommt hinzu, dass immer mehr andere Bevölkerungsgruppen die Tafel nutzen, um sich günstig bzw. umsonst Lebensmittel zu besorgen. In Deutschland sind insgesamt 1,65 Millionen permanent als Tafel-Bezieher registriert und holen sich regelmäßig ihre Rationen ab. Auffällig dabei ist, dass auch Kinder und Jugendliche darunter sind. Diese werden entweder von den notleidenden Eltern geschickt (weil meistens selbst Hartz-4-Bezieher), oder weil die Kinder von den Eltern vernachlässigt werden. Eine Menge Probleme, die nur gelöst werden können, wenn endlich Reformen herkommen. Die Bundesregierung muss schnellstens die ungeregelte Zuwanderung eingrenzen und die soziale Gerechtigkeit als Leitbegriff neu definieren. Die Tafeln sind bereits heute am Limit ihrer Kapazitäten, aber es werden weitere Zig-Tausend arme und bedürftige Rentner dazukommen. Deutschland sollte anfangen, sich auf seine innenpolitischen Probleme zu besinnen und in einer „To-Do-Liste“ die wichtigen Bereiche Altersarmut und Versorgungslücke im Interesse unsere Rentner und Pensionäre von A bis Z sinnvoll abzuarbeiten.

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