Antarktis-Gletscher droht zu reißen und Weltmeere zu überschwemmen

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Es ist höchste Zeit, dass wir weiter an der Klimabegrenzung und Reduzierung der Erderwärmung arbeiten, damit die zerstörerischen Prozesse der Natur gestoppt werden, denn sonst drohen Klimakatastrophen von ungeahnten Ausmaßen. Denn in der Antarktis zeigt einer der weltweit größten Gletscher, der Thwaites-Gletscher, erste gigantische Risse und könnte zu einer ernsten Gefahr für Mensch und Natur werden, wenn er zerreißt und die Weltmeere mit Schmelzwasser überschwemmt. Wissenschaftler und Forscher sind in größter Sorge, dass ein Gletscher-Kollaps droht.

Es besteht die große Sorge, dass wenn der Gletscher zusammenbricht, dieser den weltweiten Wasserspiegel um sagenhafte 65 Zentimeter anheben könnte. Was das bedeutet, ist allen klar: Ganz Länder und große Landstriche sowie Städte wie New York droht die Überschwemmung und damit die Vernichtung. Der Thwaites-Gletscher ist ein absoluter Arktis-Gigant mit einer Fläche so groß wie Großbritannien und mit Wassermassen von ungeheurer Größe. Derartige Überschwemmungen würden verheerende Folgen für das ökologische Gleichgewicht haben. Ein Teil des Gletschers liegt im Wasser, der andere Teil ist landverbunden. Wenn der im Wasser liegende Teil abreißt, würde das Eis ungebremst ins Meer strömen und den Wasserspiegel enorm anheben. Die Forschergruppe, die den Gletscher und die Veränderungen in der Arktis beobachten und dokumentieren, die „International Thwaites Glacier Collaboration“, bestehend aus fast 1.000 Forschern, konnte seit dem Jahr 2000 beobachten, dass das Monstrum seitdem fast 1.000 Milliarden Tonnen Eis verloren hat, so dass doppelt so viel Eis in den Ozean geschwemmt wird wie zum Beispiel 1990. Weil die Erderwärmung weiter voranschreitet, verdoppelt sich auch die Fließgeschwindigkeit des Schmelzwassers. Zwar sind die Prozesse von Schmelzen und Abschwemmen langfristig zu sehen, dennoch sind die Folgen davon bereits heute kalkulierbar. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Eismassen andere Eisberge und Gletscher mitreißen und so eine Kettenreaktion ausgelöst wird.

Die Antarktis gilt als siebter Kontinent wegen seiner gewaltigen Größe und seinem Einfluss auf das Ökosystem der Erde. Das Aussterben diverser Tierarten steht im Zusammenhang mit dem Schmelzprozess dort. Auch wenn die dramatischen Folgen wohl erst in hundert Jahren zu erwarten sind, müssen wir bereits heute über entsprechende Maßnahmen nachdenken, um der Nachwelt ein „Jüngstes Gericht-Szenario“ zu ersparen, und den Eis-Giganten halbwegs stabil zu halten. Alleine die Zunge, also das vordere, in die See ragende Stück des Thwaites-Gletschers, ist 30 Kilometer breit und 160 Kilometer lang. Wenn sich so eine Fläche durch Risse und Schmelzvorgänge löst, hat das Auswirkungen wie ein Lavastrom, der alles mitreißt und niederwalzt. Forscher haben bereits heute schlimmste Folgen vorausgesagt und den in der westlichen Antarktis liegenden Riesen als „Doomsday-Glacier“ bezeichnet, also „Weltuntergangs-Gletscher“, der das Schicksal der Menschheit mitbestimmen könnte. Das wissen viele der Menschen nicht, daher wird der sorglose und meist auf Gewinnmaximierung konzentrierte Umgang mit den natürlichen Ressourcen einfach immer noch völlig falsch eingeschätzt. Beim „Jüngsten Gericht“, so heißt es im neuen Testament, muss der Mensch irgendwann Rechenschaft für sein Leben ablegen. Mit der Vorstellung vom Jüngsten Gericht ist die Hoffnung verbunden, dass sich Gerechtigkeit gegen das herrschende Unrecht durchsetzt. Dieser Gletscher-Kollaps könnte also irgendwann als Abrechnung zwischen Gott und den Menschen gesehen werden, welche das Ende der Zivilisation besiegeln würde. So gibt es zwar noch keine verbindlichen Aussagen, wann der Thwaites-Gletscher wirklich wegschmelzen wird, allerdings sagen die Forscher: „Wir können aktuell noch nicht sicher sagen, welche Dynamik überhaupt bei dem Gletscher zutrifft. Die Modelle, die wir haben, sind auch immer nur so gut, wie die verfügbaren Daten“. Dafür werden auch vor allem Daten aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit analysiert und an die derzeitige Situation angeglichen. Es wird fest damit gerechnet, dass sich verlässliche geologische Beweise finden lassen, dass ein Zusammenbruch des Gletschers beizeiten stattfinden wird. Das möchte sicher keiner von uns erleben.

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