DPD Versanddienst: faul – fauler – schlimmer geht’s nimmer

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Firma und bestellen eine große Lieferung Büromaterial, die vom Paketdienst DPD ausgeliefert werden soll, aber nicht bei Ihnen ankommt. Kommt Ihnen das bekannt vor? Bestimmt. Was aber die Gründe für Verspätungen oder falsche, bzw. fehlende Auslieferungen anbetrifft, wird es immer „lustiger“. Die mitunter kreativen und erfindungsreichen Fahrer lassen sich immer neue Methoden und Ausreden einfallen, um beschwerliches Treppensteigen in Wohnungen oder Büros jenseits der 2. Etage zu vermeiden. Oft gehen sie wie bei unserem Beispiel einer Berliner Firma dabei nach einem raffinierten 2-Stufen-Plan vor: Im ersten Anlauf, also beim ersten Kundenbesuch, klingelt man unten und fragt nach der Etage. Wenn die Auskunft lautet: 3., 4. oder 5. Etage, dann geht der Auslieferungsfahrer bis zum Briefkasten und hinterlässt rotzfrech die Nachricht: „Kunde wurde nicht angetroffen. Erneuter Versuch morgen.“ Am nächsten Tag erscheint der Lieferdienst erneut, legt aber dann eine Vielzahl von mitunter schweren Paketen beim Nachbarn oder bei einem benachbarten Geschäft ab, weil er auch dann zu faul ist, die Pakete in die oberen Etagen zu schleppen. Stattdessen notiert er auf einer weiteren Benachrichtigung, die er in den firmeneigenen Briefkasten legt, dass die Sendung beim Nachbar nebenan liegt. Clever vom Fahrer, ärgerlich für den Empfänger. Denn dieser hat ja öfters gar nicht die Möglichkeit, am selben Tag an seine Warenlieferung zu kommen, wenn z.B. das Geschäft bereits geschlossen ist, oder der Nachbar nicht zu Hause ist. Dann bleibt die dringend erwartete Lieferung erst einmal irgendwo liegen.

Das ist besonders dreist: Aus reiner Faulheit Pakete nicht beim Kunden abzuliefern, weil damit Schlepperei und Zeitaufwand verbunden sind. Und dann noch so tun, als wäre der Kunde nicht angetroffen worden, obwohl während der Bürozeit verschiedene Mitarbeiter im Büro arbeiten. Das ist nicht nur frech, sondern nur eins von vielen schlechten Beispielen des Paketlieferdienstes DPD. Wer sich die Mühe macht, im Internet einmal zum Unternehmen zu recherchieren, der findet mehrere Tausend negativer Einträge und ungezählte schlechte Bewertungen. Offensichtlich scheint das das Unternehmen mit französischen Wurzeln aber nicht weiter zu stören. Gegendarstellungen, Entschuldigungen oder sonstige Erklärungen sucht man vergebens. Stattdessen findet man bei 4.454 tagesaktuellen Rezensionen (paket-bewerten.de) durchschnittlich eine 1-Stern-Bewertung. Wohlgemerkt 1 Stern (als schlechteste Note) von 5 Sternen (Bestnote), die man erreichen bzw. vergeben kann! Wenn man sich dann noch die Kommentare der Bewerter/Kunden anschaut, dann weiß man, was ein schlechter Ruf bzw. eine miserable Reputation bedeuten:  Das ist, um es klar zu sagen, unter aller Sau! Wie gesagt, reden wir hier nicht von 10-20 schlechten 1*-Bewertungen, sondern von fast 4.500 Negativ-Meinungen. Um nur einige zu nennen: „Unfassbar“, „faul und unfähig“, „unfreundliche Zusteller“, „Katastrophe“, „einfach inkompetent“ oder „DPD: Deutscher Deppen Dienst“ und „der letzte Drecksladen“.

Man sollte annehmen, dass ein Groß-Unternehmen wie DPD daran interessiert wäre, dass sich die schlechte öffentliche Meinung zu einer guten wandelt, indem man Maßnahmen ergreift, um das schlechte Image der Firma mit 75.000 Mitarbeitern zu optimieren und dem Kunden eine gewisse Wertschätzung entsprechend gängiger Standards entgegenzubringen. Aber weit gefehlt: Es gibt keinerlei Bemühungen, die Kundenfreundlichkeit zu verbessern. Auch andere Meinungs-Plattformen wie „GuteFrage.net“ oder „gambio.de“ schütten eimerweise Kritik am Unternehmen und an der Leistung der Lieferanten aus. Überraschend ist, dass überhaupt noch irgendwelche Personen oder Firmen über diesen Lieferdienst Waren verschicken. Wo man doch mit Sicherheit davon ausgehen kann, dass es Probleme geben wird… Davon zeugen auch ein paar bei YouTube hochgeladene Videos mit dem schönen Titel: „Schlechtester Paketdienst EVER.“ oder auch: „DPD ist ein Drecksverein!!!“ Witzig und unterhaltsam gemacht, aber im Kern knallhart in der Bewertung der sehr schlechten Leistung des Auslieferungsfahrer, die offensichtlich keinerlei Skrupel haben, ihre Kunden vor den Kopf zu stoßen oder den Begriff der Arbeitsmoral mit Füßen zu treten.

Da braucht man auch nicht die Unternehmensleitung um eine Stellungnahme zu bitten, wenn fast 4.500 Bewertungen in einem gemeinsamen Tenor verlauten lassen: „Lass bloß die Finger weg von DPD“. Da kannste dein Paket lieber selbst ausliefern. Dann weiß man wenigstens, dass es angekommen ist. Wenn unsere französischen Nachbarn Kundenfreundlichkeit und Kundenzufriedenheit auf diese Weise interpretieren, dann sollte man sich nicht wundern, dass böse Stimmen immer von „Service-Wüste Deutschland“ sprechen.

Ein Kommentar auch kommentieren

  1. moritz bleibtreu sagt:

    Hör auf mit DPD: Ich kann die ganze Kritik voll nachvollziehen. Habe selbst schlechte Erfahrung gemacht. Komisch dass niemand den Fahrern mal in den Hintern tritt und diese faulen Typen richtig schult.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.