Corona: Gutgläubige Bundesregierung hat ein Beraterproblem!

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Erstaunlich, wie sich ein Mann wie Professor Christian Drosten so prominent in das Vertrauen der Bundesregierung einschleichen konnte, dass sein Wort quasi Gesetz in der Corona-Krise ist. Allerdings mit einem bitteren Beigeschmack, wie man jetzt weiß, nachdem die sogenannten „Droste-Studie“ über die Ansteckungsgefahr bei Kindern große Fragezeichen aufwirft. Diese Studie vom 29.April dieses Jahres glaubt zu erkennen, dass bei 3712 positiv auf Corona getestete Personen – darunter 37 Kinder – diese Kinder genauso viele Viren entwickeln würden wie die erwachsenen Patienten. Daher wurde empfohlen, Kindergärten und Schulen zu schließen. Doch diese Annahme ist falsch.

Als „Star-Virologe“ von einer großen deutschen Boulevardzeitung betitelt, hatte sich Drosten schnell einen bedeutenden Namen unter den Experten in Deutschland gemacht, als es darum ging, Maßnahmen gegen die Pandemie zu entwickeln und Einschränkungen und einen bundesweiten Lockdown zu empfehlen. Doch nun stellt sich heraus, dass der Experte offenbar gar nicht so unfehlbar ist, wie man geglaubt hatte. Mit seiner wichtigsten Corona-Studie lag der Professor komplett daneben und gibt Kritikern neues Futter, um die Maßnahmen gegen COVID-19 erneut anzuzweifeln. Denn nun werfen andere Wissenschaftler den Charité-Forschern vor, unsauber gearbeitet zu haben und somit verhängnisvolle Konsequenzen verantworten zu müssen. Denn politische und gesellschaftliche Konsequenzen haben für Land und Leute eine Menge Entbehrungen gebracht und die Wirtschaft massiv gebeutelt. Das Team um Professor Droste soll intern bereits Fehler bei der Bewertung der Studie eingestanden haben. „Die Studie ist grob falsch und entspricht nicht den Maßstäben einer sauberen, statistischen Analyse,“ so ist aus Expertenkreisen zu hören. Was das für Droste und seine Reputation bedeuten kann, ist wohl jedem klar. Das kann so weit gehen, dass der gute Ruf des Virologen komplett zerstört ist und sein renommierte Forschungsarbeit in Zweifel gezogen werden muss. Bitter für einen Mann, der als Ratgeber der Regierung und Gast in vielen namhaften TV-Talkshows sein Wissen zum Besten gegeben hat und nun ziemlich blamiert ist.

Das Problem dieser entscheidenden Studie von Prof. Drosten ist offenbar, dass viel zu wenig Kinder in die Untersuchungen mit einbezogen wurden. So weist ein Statistik-Professor aus Bonn von der dortigen Universität auf schwere Ungereimtheiten hin: „Die mittlere Viruslast der Altersgruppe Kindergarten ist um 86 Prozent niedriger als die mittlere Viruslast der Altersgruppe der Älteren.“ Bedeutet im Klartext, dass die statistische Analyse der Autoren ihrer zentralen Schlussfolgerung widerspricht. Auch der bekannte Wirtschaftsprofessor Jörg Stoye von der bekannten New Yorker Cornell University macht der Studie und der Arbeit der Virologen zum Vorwurf, dass die Ergebnisse von Entscheidungen der Forscher getrieben zu sein. Die Stoßrichtung der Resultate würde mit den öffentlichen Standpunkten (…) der jeweiligen Hauptautoren übereinzustimmen. Dadurch widerlegt die neuerliche Bewertung der Studienergebnisse die Tatsache, dass Schulen weiter geschlossen bleiben müssten. Zwar gebe es verschiedene Kriterien, die für zurückhaltende Maßnahmen sprächen, aber die Studie sei nicht der Grund dafür. Professor Drosten allerdings übt sich in Zurückhaltung und lässt Interviewanfragen unbeantwortet. Sowohl von uns als auch von anderen Medien.

Als bekanntestes Gesicht seiner Zunft konnte man Christian Drosten in der Corona-Krise kennenlernen, die Berliner Charité lebte ebenfalls recht gut mit dem neuen Image des Super-Virologen aus eigenem Hause. Doch wer sich weit aus dem Fenster lehnt, der sollte wissen, was er tut. Droste ist bekannt für kleinere Kapriolen und „Katz- und Mausspielchen“, denn selbst die Kanzlerin war verdutzt, als Droste seinerzeit eine Kehrtwende in der Schul-Frage vollzog, als er am 6. März behauptete, Schulschließungen seien unnötig, dann aber 1 Woche später genau das Gegenteil behauptete, als die Ministerpräsidentenkonferenz unter der Leitung von Angela Merkel begann. Schulschließungen waren nun das empfohlene Mittel gegen Corona. Damals begründete Drost seine Hin- und Herhaltung: Aus neuen Erkenntnissen müsse eine neue Haltung folgen. Nun sind nicht nur Christian Droste und sein Team blamiert, auch die Kanzlerin und Bildungsministerin Anja Karliczek müssen versuchen, ihren Kopf aus der Image-Falle zu ziehen. Dennoch hatte Kanzlerin Merkel nichts Besseres zu tun, als gestern die Kontaktsperre für weitere 5 Wochen aufrecht zu erhalten. Also: Masken- und Abstandspflicht, Kneipen und Veranstaltungen weiterhin geschlossen. Weitere Video-Schalten zwischen ihr und den Ministerpräsidenten wird es nicht geben, dafür ist Merkel offenbar zu genervt von vielen Enttäuschungen und Fehlmeldungen der letzten Zeit.

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