Endlich rollt die Kugel wieder in (fabulous) Las Vegas

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Der Einreisestopp nach Las Vegas oder die gesamte USA ist von Europa aus seit dem 08. November wieder aufgehoben und die von Corona gebeutelte Metropole im Spielerparadies Las Vegas im Bundesstaat Nevada konnte ihre Pforten endlich wieder öffnen. 200.000 Spielautomaten, die 18 Monate still gestanden haben, werden zu neuem Leben erweckt, die Zocker-Hotels, Clubs, Bars und der „Las Vegas Strip“ mit seiner Länge von 6,8 Kilometern werden wieder jede Nacht mit Millionen Glühbirnen beleuchtet sein und strahlen. Auch für deutsche Touristen heißt es ab sofort wieder: „Welcome to fabulous Las Vegas“.

Nichts ging mehr in Vegas, der Wüstenmetropole in Nevada, wo jedes Jahr mehrere Milliarden Dollar umgesetzt werden von Spielern und Spielerinnen aus der ganzen Welt. Und auch die Heirats-Maschinerie läuft wieder mit den ungezählten „Wedding-Chappels“, wo sich Brautpaare aus der ganzen Welt für eine Gebühr von 74 Dollar trauen lassen können. Einzige Bedingung: Zwei Trauzeugen müssen dabei sein- egal woher diese kommen. Sogar mieten kann man sie, wenn man ohne Freunde und Verwandtschaft angereist ist. Dann kann man in einem der 150.000 Hotelzimmer wohnen, die entlang des „Strips“ zu finden sind, und für Viel-Spieler auch mal Gratis-Übernachtungen anbieten. Die Getränke sind für Zocker sowieso frei, egal was und wieviel man trinken will. Das geht bis zum Delirium oder zum K.O. mit anschließender Übernachtung in einem der casinoeigenen Hotelzimmer. Von durchschnittlich bis luxuriös, von 20 Quadratmetern bis 500 qm in den Suiten mit Whirlpool, Sauna und Kingsize-Betten.

Im Frühjahr 2020 war die Wirtschaft in Las Vegas quasi zusammengebrochen, Showgirls, Hotelpersonal, Croupiers, Tänzer oder Putzfrauen standen auf der Straße und hatten keine Arbeit mehr. Die höchste Arbeitslosenquote in ganz Amerika. Das bedeutete Pleiten, Armut, Suizide und Verzweiflung: Sin-City (Stadt der Sünde) am Abgrund! 370.000 Arbeitslose alleine in einer Stadt, da kann man sich vorstellen, was im ganzen Land los war. Doch nun erlebt die ganze Stadt die Wiederauferstehung, alles wirkt als wäre nichts gewesen. Die bunten, farbenprächtigen Szenarien wie im berühmten Film „Leaving Las Vegas“ mit Nicolas Cage und Elizabeth Shoe sind zurück und begeistern die Touristen allabendlich bei aktuell 26 Grad im Schatten der berühmten Hotels „Bellagio“ oder „Mirage“, wo schon einst Sigfried & Roy aufgetreten sind. Der größte Unterschied zwischen heute und der Zeit vor Corona ist der, dass nun in den Casinos Masken getragen werden müssen, ein Gesetz des Bundesstaates Nevada. Die Lokalzeitung „Las Vegas Sun“ berichtet stolz, dass die Inzidenzzahlen hier mit 124 viel niedriger sind als in Deutschland oder in Europa. Das kommt wohl daher, dass die großen Hotelketten ihre Mitarbeiter vor die Wahl stellen: Geimpft oder gefeuert. 98 Prozent haben das „Angebot“ angenommen, sowieso kann man sich in Vegas wirklich an jeder Ecke impfen lassen – ohne Anmeldung und mit geringer Wartezeit. Das ist USA, das ist immer noch das Land der Superlative. Vor Corona kamen etwa 2 Millionen Touristen pro Jahr nach Amerika alleine aus Deutschland fuhren davon 200.000 nach Vegas. Wer jetzt vollständig geimpft ist und einen negativen Antigen-Test nachweisen kann, ist herzlich willkommen. Alle EU-gängigen Impfstoffe werden anerkannt, dazu kommt noch ein gültiges Visum oder ein Esta-Dokument. Das amerikanische Spieler-Paradies hat sich zurückgekämpft und will schnellstens an die guten alten Zeiten wieder anknüpfen. Flugzeit von Frankfurt nach Las Vegas im Direktflug etwa 11 Stunden 30 Minuten.

 

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