Emittent mit Erfahrung: Dr. Peters Group platziert risikogemischten Immobilienfonds

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Angesichts konjunktureller Unsicherheiten und der auch weiter galoppierenden Inflation, stellt sich für viele Anleger die Frage nach der richtigen Strategie für den Vermögenserhalt. Die gute Nachricht: Mit Sinn und Verstand können Anleger die Auswirkungen der Inflation abfedern. Der wichtigste Baustein ist die Wahl geeigneter Kapitalanlagen.

Dabei geht kein Weg an Sachwerten vorbei. Insbesondere Immobilieninvestments sind weiterhin gefragt. Wichtig ist zu verstehen, dass sich die einzelnen Segmente des Immobilienmarkts zum Teil unterschiedlich entwickeln und es auch innerhalb der Segmente Unterscheidungen gibt, wie ein Blick auf den Einzelhandel zeigt.

Während der stationäre Nonfood-Einzelhandel mit nicht unerheblichen Herausforderungen zu kämpfen hat, bedingt durch den wachsenden Onlinehandel sowie die Nachwehen der Pandemie, zeigt sich das Segment der Lebensmittel- und Nahversorgung bemerkenswert resilient. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Lebensmittel- und Nahversorgung eine entscheidende Rolle für die Grundversorgung der Bevölkerung spielt und durch diese Systemrelevanz selbst während der Corona-Lockdowns nicht von Schließungen betroffen war. Hinzu kommt, dass der Hauptteil des Einkaufs im Lebensmittelsegment trotz fortschreitender Digitalisierung nach wie vor stationär stattfindet. Der Onlinehandel mit Lebensmitteln besetzt nur eine kleine Nische – mit einem Marktanteil von rund 3,5 Prozent.

Nahversorgung als Investorenliebling

Angesichts all dieser Vorteile wundert es nicht, dass Immobilien der Lebensmittel- und Nahversorgung sehr gefragt sind bei Investoren. Sie ermöglichen attraktive Renditen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung von Anlegerportfolios.

Wer in das robuste Segment Nahversorgung investieren möchte, sollte sich den risikogemischten Publikums-AIF „Immobilienportfolio Deutschland I“ der Dr. Peters Group näher anschauen. Die Dr. Peters Group ist ein etablierter Emittent geschlossener Fonds, mit über 45-jähriger Erfahrung und einem ebenso langjährigen und guten Track Record bei Investment in Immobilien.

Jede Investition für das Immobilienportfolio wird genau geprüft und nach Standorten und Mietern diversifiziert. Die drei bereits angekauften Objekte für den Fonds befinden sich in wirtschaftlich attraktiven Lagen. Zudem konnten an allen Standorten bonitätsstarke Ankermieter mit langfristigen Mietverträgen gewonnen werden. Bei der ersten Immobilie handelt es sich um ein Nahversorgungszentrum in Bestwig im Sauerland mit einem REWE-Markt. In Wietzendorf, in der touristisch attraktiven Lüneburger Heide, ist der Supermarkt an den Markendiscounter Netto vermietet. Das dritte Objekt ist ein Nahversorgungszentrum in Thedinghausen südöstlich von Bremen, mit einer Lidl-Filiale und einem Getränkefachmarkt.

Erhöhte Ergebnisprognose nach Ankauf von drei Objekten

Die Anleger profitieren von aus heutiger Marktsicht günstigen Kaufpreisfaktoren und ebenso günstigen und langfristigen Finanzierungen. Dadurch konnte die Ergebnisprognose des Fonds bereits erhöht werden. Die Gesamtmittelrückflussprognose vor Steuern liegt nun bei 153 Prozent und damit gut acht Prozentpunkte über dem im Prospekt ausgewiesenen Prognosewert.

Bei den derzeit sehr hohen Inflationsraten ist hervorzuheben, dass alle Mietverträge indexiert sind. Eine höhere Inflation führt durch die vertraglich vereinbarte Mietpreisanpassung automatisch zu einer Steigerung der Einnahmen und wirkt sich positiv auf die Fondsperformance aus.

Prognosegemäß erhalten die Anleger Auszahlungen in Höhe von vier Prozent pro Jahr, bezogen auf das Eigenkapital, wobei die Ausschüttungen halbjährlich erfolgen. Die Tilgung der Darlehen beträgt durchgehend zwei Prozent. Die Gesamtrendite resultiert aus Vermietung und Verkauf der Nahversorgungsimmobilien.

Die Nachfrage nach diesem Fonds ist aktuell hoch, so dass mittlerweile bereits rund 2/3 des gesamten Fondsvolumens platziert worden sind- Aufgrund des großen Zuspruchs könnte der Fonds bereits Mitte Dezember ausplatziert sein.

SUD Service & Dienstleistungs AG: Der Krieg in der Ukraine und die finanziellen Folgen für uns alle

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Der Krieg in der Ukraine ist eine Tragödie. Viele Menschen sterben, Millionen befinden sich auf der Flucht. Neben den humanitären Folgen hat der militärische Konflikt Auswirkungen für die gesamte Weltwirtschaft. Russland ist der weltweit wichtigste Rohstofflieferant. Nicht nur Öl und Gas, auch bei den Metallen wie etwa Palladium, Aluminium und Nickel ist Russland einer der Marktführer. Russland ist der größte Holzexporteur der Erde und ein großer Agrarproduzent etwa für Sonnenblumen und Weizen. Die Ukraine und Russland gelten als die Kornkammer Europas. Und schon jetzt ist die Lage auf den Agrarmärkten angespannt, denn die Exporte von Getreide sind wegen des Krieges gestoppt. Russland hat angekündigt, die Ausfuhr von Weizen, Gerste, Roggen und anderem Getreide einzuschränken, um den Bedarf im eigenen Land zu sichern. Was bei uns zu höheren Preisen führt, kann in anderen Weltgegenden die Ernährungssicherheit erheblich gefährden. Der Krieg treibt die ohnehin schon hohen Preise in Deutschland noch weiter in die Höhe. Wohin man schaut, alles wird unaufhaltsam teurer: Öl, Gas, Strom, Lebensmittel, selbst Grundnahrungsmittel.

In den vergangenen zwei Jahren führten pandemiebedingte Produktionsausfälle, Lieferkettenunterbrechungen etc. zu erheblichen Preissteigerungen. Die Inflation ist so hoch wie in den letzten 40 Jahren nicht. Niedrige Lohnabschlüsse führten zu starken Reallohnverlusten und Kaufkraftschwund. Und jetzt kommt der Krieg dazu und verschlimmert die Lage dramatisch.

Viele wissen wegen der stark steigenden Lebenshaltungskosten nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen und haben Angst in eine Privatinsolvenz zu schliddern. Der Schweizer Finanzdienstleister SUD Service & Dienstleistungs AG arbeitet deutschlandweit mit Kunden zusammen, die genau diese Sorgen umtreibt. Das Unternehmen vermittelt individuell ausgewählte Finanzdienstleister, die schnell und unkompliziert dabei helfen, aus einer finanziellen Notlage herauszukommen. Die Finanzspezialisten verfügen über langjährige Erfahrungen und großes Know-how. Sie erarbeiten an Hand der finanziellen Eckpunkte und Wünsche der Mandanten ein tragfähiges Konzept, um die Schulden neu zu strukturieren. Mit diesem Konzept treten sie in die Verhandlungen mit den Gläubigern, um eine außergerichtliche Regulierung zu erreichen. Die Finanzexperten finden auch in schwierigen Fällen praktikable, maßgeschneiderte Lösungen. Auf der Internetseite https://finanzsanierung24.ch/ kann man mehr über die SUD erfahren und sich ein kostenloses und unverbindliches Angebot zur Vermittlung einer Finanzsanierung einholen. Die gesamte Kommunikation zwischen Mandant und Finanzexperte wird über den Postweg abgewickelt. Es müssen keine persönlichen Termine wahrgenommen werden. Der Schutz der Privatsphäre und der persönlichen Daten ist der SUD besonders wichtig, daher werden alle Anfragen absolut diskret und vertrauensvoll behandelt.

Die Allianz-Versicherung hat berechnet, dass die Inflation in Deutschland die Bürger im vergangenen Jahr rund 80 Milliarden Euro gekostet hat. Sehr wahrscheinlich wird der Verlust in diesem Jahr eine dreistellige Milliardenhöhe erreichen, zumal durch die dramatischen Ereignisse in der Ukraine. Ein Heizkostenzuschuss, oder Tankrabatte werden nicht genügen, um einen sozialen Ausgleich zu schaffen. Aber für mehr wird das Geld nicht reichen, da alleine Militärausgaben in Höhe von 100 Mrd. Euro geplant sind und 200 Mrd. Euro für die Energiewende. Bei finanziellen Schwierigkeiten sollte jeder schnell handeln, um aus der belastenden Situation herauszukommen. Auf der Internetseite: https://finanzsanierung24.ch/ können Sie sich informieren und sich rechtzeitig kompetente Hilfe suchen.

 

Niedrigzinsen: Die Kaufkraft sinkt, der Goldpreis steigt

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Mit einem guten Gefühl können die Besitzer von Gold-Vorräten auf die steigenden Goldpreise schauen, während der klassische Sparer in Zeiten von Niedrig- und sogar Minuszinsen sich schweren Herzens eingestehen muss, dass sein Geld weniger wird, selbst wenn er nichts davon ausgibt. Der Grund: Durch die negative Realverzinsung (Nominalzins minus Inflationsrate) verliert das Geld sukzessive an Kaufkraft. Die traurige Wahrheit ist, dass der deutsche Sparer somit Jahr für Jahr viel Geld verliert. Dabei ist es so einfach, effektiv dagegen zu steuern und mit Goldkäufen sein Vermögen abzusichern, um dem Kaufkraftverlust entgegenzuwirken. Denn nicht umsonst heißt es unter Kennern: „Gold ist Versicherungsschutz ohne Police.“

Gold ist nicht nur schön anzusehen, es fühlt sich auch edel und hochwertig an und es verleiht seinem Besitzer das gute Gefühl, etwas Wertvolles und Unvergängliches in den Händen zu halten. Die Goldexperten aus dem Hause Noble Metal Factory (Firmenslogan: Vermögen braucht Sicherheit), die den Gold- und Edelmetallmarkt so gut wie kaum ein anderer kennen, geben seit Jahren wertvolle Empfehlungen an Kunden und Interessenten weiter, die zum Inhalt haben, dass es nie zu spät ist, um sich eigene Goldvorräte zuzulegen. Vor allem unter dem Aspekt der Absicherung, des Vermögensaufbaus und des Kapitalerhalts.

Rückblickend auf den Verlauf der letzten 12 Monate sieht man, dass Gold um sagenhafte 32 Prozent zugelegt und somit für eine wunderbare Wertsteigerung gesorgt hat. Dennoch ist es nicht das Ziel beim Goldkauf, kurzfristige Gewinne einzufahren, sondern langfristig ein Gegengewicht zu allen anderen Anlageformen zu schaffen. Besonders Sparguthaben, die jahrzehntelange Tradition bei uns haben, sollte man Schritt für Schritt in Goldvorräte umschichten, wenn man spekulative Risiken ausschließen, aber dennoch die Chance auf eine langfristige Wertsteigerung nutzen möchte.

Und der Goldpreis hat seinen Zenit sicherlich noch nicht erreicht, so viel scheint nach Meinung der Edelmetallexperten der Noble Metal Factory aus Brandenburg festzustehen. Diese Meinung deckt sich mit den Einschätzungen von Analysten und Fondsmanagern aus aller Welt. Gold wird seinen Höhenflug fortsetzen – vielleicht mit Unterbrechungen, aber stetig und mit Perspektive. Die Tendenz liegt bei einem mittelfristigen Kursziel von 2.000 $ pro Feinunze. Ein besseres Signal für einen sofortigen Goldkauf, ob als Neukunde oder zur Aufstockung bestehender Bestände, kann es eigentlich nicht geben.

Die Edelmetallexperten von Nobel Metal Factory bieten individuelle Konzepte zum Einkauf, der Lagerung und dem möglichen späteren Verkauf von Gold an, welche auf die persönlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden abgestimmt sind. Kunden haben die Möglichkeit Gold in Barren oder Münzen physisch anzukaufen oder über Goldsparpläne ab einer Mindestbeteiligung von 50 Euro pro Monat in Edelmetalle zu investieren.

Skandalöse Umstände der HRE-Banken-Rettung 2008 mittlerweile aufgedeckt

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Das Possenspiel, die Vertuschungen und Ungereimtheiten um die 2008 von der Pleite bedrohten Hypo-Real-Estate Bank (HRE) wurden in jahrelanger aufwändiger Recherche mittlerweile aufgeklärt und zeigen, dass die Bundesbank offensichtlich ein ganz faules Spiel in dieser Rettungsaktion gespielt hatte. Aber wer will jetzt, 10 Jahre später, den Verantwortlichen dafür nun den Kopf waschen?

Was man in mühevoller journalistischer Kleinarbeit herausgearbeitet hat, mutet wie eine bankeninterne Schmierenkomödie an, in die auch BaFin und Bundesregierung (A.Merkel) verstrickt waren. Zu damaligen Zeitpunkt war die HRE-Bank bereits in höchster Not. Für die Problemlösung wurden nur ranghohe Persönlichkeiten zusammengebracht: Das Treffen war ein Krisengipfel. Knapp zwei Wochen nach dem Crash der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers am letzten Septemberwochenende 2008 versammelten sich in den Frankfurter Geschäftsräumen der deutschen Finanzaufsicht BaFin die damals wichtigsten Männer der deutschen Finanzszene und eine Finanzaufseherin. Unter anderem waren Bundesbankpräsident Axel Weber, BaFin-Chef Jochen Sanio und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann anwesend, auch dessen Kollege Martin Blessing von der Commerzbank. Dazu eine wichtige Frau: Sabine Lautenschläger, damals Abteilungsleiterin bei der Finanzaufsicht BaFin. Sie diskutierten die Frage, wie man den Zusammenbruch der schwer angeschlagenen Hypothekenbank Hypo Real Estate (HRE) verhindern könne. Man einigte sich auf eine Garantie der Bundesregierung, das Problem HRE wurde damit vor allem auf Kosten der Steuerzahler gelöst. -Die Beteiligten verklärten ihre Rettungsaktion später zu einer Art Heldentat, die den Zusammenbruch des deutschen Finanzsystems verhindert habe.

Dabei hatte die Rettung der HRE noch einen ganz anderen Hintergrund — der die Entscheidung der Krisenmanager weit weniger glorreich erscheinen lässt. Denn nach allgemeinen Recherchen diente die Rettung der Hypothekenbank auch dazu, ein massives Versagen der deutschen Bankenaufsicht zu vertuschen und davon abzulenken, dass die Bundesbank selbst schlecht gesicherte Papiere und damit Risiken in Höhe von Hunderten Milliarden Euro in ihren Büchern stehen hatte. Bundesbankchef Weber und Chefaufseher Sanio rangen der Bundesregierung eine Entscheidung ab, mit der diese Risiken am Ende in den Griff zu bekommen waren — die genauen Zusammenhänge waren der Politik aber offenbar nicht klar.

Zwar wurden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gegen Ende telefonisch zugeschaltet. Ihre Berater, Jens Weidmann für die Kanzlerin und Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen, saßen aber nicht mit am Verhandlungstisch, verstanden laut Insidern allerdings auch zu wenig von der Sache.  Erst gegen Ende des Treffens stieß Asmussen zu der Runde in Frankfurt. Das Hauptproblem der HRE und ihrer irischen Tochter Depfa war — anders als bei anderen Banken — weniger die amerikanische Immobilienkrise und ihre Folgen. Beide Banken hatten ein anderes Problem: Sie hatten sich im großen Stil mit sogenannten ungedeckten Bankschuldverschreibungen (UBSV) Geld beschafft.

Diese Schuldscheine sind nur durch das Versprechen einer Bank gedeckt, den per UBSV geliehenen Betrag bei Fälligkeit zurückzuzahlen. Anders als bei klassischen Krediten können Gläubiger bei einer Pleite des Schuldners nicht auf eine Immobilie oder andere Sicherheiten zurückgreifen, die sich zu Geld machen ließen. Sie sind, um es klar zu sagen, extrem risikoreich. UBSV werden deshalb von den großen Notenbanken meist nicht als Pfand akzeptiert, wenn sich Kreditinstitute Geld bei ihnen leihen. So handhaben es die Bank of England, die amerikanische Federal Reserve, die Bank of Japan oder die Schweizerische Nationalbank.

Anders die Europäische Zentralbank (EZB). Bei ihrer Gründung gerieten die zweifelhaften UBSV irgendwie auf die Liste der akzeptierten Sicherheiten, gegen die Banken sich Geld beschaffen konnten. Was bedeutet, dass die EZB diese unsicheren Papiere genauso behandelte und akzeptierte wie weitaus sicherere Wertpapiere. Im Lauf der Jahre sammelten sich deshalb immer mehr der riskanten UBSV bei den Notenbanken des Eurosystems an — während private Banken für das Verleihen untereinander lieber auf sichere Pfandbriefe setzten. Anders gesagt: Die unsicheren  Papiere wurden zu den Notenbanken geschoben, die sicheren behielten die Privatbanken.

Zu Beginn des Jahrtausends lagen bei der Bundesbank noch notenbankfähige Sicherheiten in Höhe von 405 Milliarden Euro, der Anteil der heiklen UBSV darin betrug nur 61 Milliarden Euro, rund 15 Prozent. Im Jahr 2008, dem Jahr der Krise, waren die Sicherheiten deutscher Geschäftsbanken für Geldgeschäfte mit der Bundesbank auf 802 Milliarden Euro angeschwollen, und sie bestanden nun zu 44 Prozent aus ungedeckten Bankschuldverschreibungen, mit einem Gesamtwert von sagenhaften 353 Milliarden Euro.

Das waren 80 Prozent aller vom Eurosystem angenommenen UBSV in Gesamthöhe von 442 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Die Bundesbank hatte ein enormes Klumpenrisiko in ihren Büchern. Und dieses Risiko wurde zum Problem, als am 15. September 2008 Lehman Brothers zusammenbrach.

Durch den Zusammenbruch verloren die UBSV drastisch an Wert, die Banken trauten einander nicht mehr. Das bekam auch die Depfa zu spüren, die kurz zuvor von der HRE übernommen worden war, ihren Sitz in Dublin hatte und sich im großen Stil über die Ausgabe von UBSV mit kurzen Laufzeiten finanziert hatte. Bereits am Tag nach der Lehman-Pleite wollte niemand mehr der Depfa ihre Papiere abkaufen. In ihrer Not wandte sich die Depfa an die für sie zuständige irische Notenbank, die Central Bank of Ireland (CBI), um dort an frisches Geld zu kommen. Doch die eingereichten Sicherheiten verloren drastisch an Wert, und je tiefer der Marktwert der Papiere sank, desto weniger Geld rückte die CBI dafür heraus. Am Ende fehlten der Depfa 17 Milliarden Euro, die von der irischen Notenbank als  Abschlag erhoben wurden.

Die irische Zentralbank hätte der Depfa in diesem Moment mit einem Notkredit helfen können, ließ sie jedoch hängen. Warum auch sollte die kleine irische Notenbank einer Bank aus der Patsche helfen, für die am Ende die deutsche Muttergesellschaft HRE haften würde? So schwappte die Krise nach Deutschland: Plötzlich benötigte die Muttergesellschaft HRE schnell viel Geld, um die Depfa zu finanzieren — und sich selbst über Wasser zu halten. Weil es aber auch HRE-Chef Georg Funke nicht gelang, die Milliarden von anderen Banken zu leihen, kam es zu dem legendären Frankfurter Rettungswochenende.

Zumindest der damalige Bundesbank-Chef Axel Weber dürfte dabei gewusst haben, dass es nicht nur um die Zukunft der HRE ging, sondern auch um die Bundesbank und sein Ansehen. Denn ein Zusammenbruch der HRE hätte womöglich zu einem weiteren Werteverfall der UBSV geführt. Und weil die Bundesbank viele der Papiere in ihren Büchern hatte, drohte die Gefahr, dass diese ein Milliardenloch in die Bilanz reißen. Der Bundesbankchef brauchte also ein Mittel, um den Wertverfall der UBSV zu stoppen. So verlangte Weberwährend der Krisensitzung immer wieder eine Garantie der Bundesregierung und der Banken für die Papiere der HRE. Ohne die könne das Eurosystem, also die EZB, keinen Notkredit gewähren, eine sogenannte Emergency Liquidity Assistance (ELA).

Damit verwirrte Weber die Runde doppelt: Zum einen darf die EZB solche Notkredite gar nicht gewähren, eine ELA liegt ausschließlich im Ermessen der zuständigen Zentralbank, in diesem Fall also der Bundesbank- Außerdem verfügte die HRE offenbar über genügend Sicherheiten, um ihr eine solche Kreditlinie zu gewähren — auch ohne Staatsgarantie. »Weber hätte während dieses Wochenendes oder sogar davor eine „Emergency Liquidity Assistance“ für die HRE auflegen können«, sagt ein gut informierter Insider. »Er hätte dafür nur die telefonische Zustimmung der anderen Notenbanken gebraucht. Die hätte er natürlich bekommen.« Ein Experte aus dem Umfeld der EZB bestätigt diese Darstellung. Doch Weber und die übrigen Anwesenden setzten die Staatsgarantie am Ende durch, bis heute mussten die Steuerzahler mit rund 21 Milliarden Euro für die Rettung der HRE einstehen, hat der Grünen Abgeordnete Gerhard Schick errechnet. Von der Möglichkeit, stattdessen einen Notkredit der Bundesbank aufzulegen, hat der damalige Finanzminister Peer Steinbrück nach eigenen Angaben nie erfahren. »Wenn auch nur einer der Fachleute aus den genannten Bereichen mir das Instrument einer ELA als grundlegende Therapie vorgeschlagen hätte, wäre dies mit Sicherheit geprüft worden. Das erfolgte aber nicht«, erklärt er heute.

Warum Weber, Sanio und Lautenschläger diesen Weg nicht vorschlugen, bleibt ihr Geheimnis. Keiner der damals Beteiligten will sich zu den Vorgängen vom letzten Septemberwochenende 2008 äußern. Die Staatsgarantie kaschierte ihre eigenen Fehler — und half gleichzeitig der Deutschen Bank und anderen deutschen Kreditinstituten. Denn die Kurse ungedeckter Bankschuldverschreibungen erholten sich unmittelbar nach der HRE-Garantie.

Bleibt am Ende die Frage, warum die BaFin und die Bundesbank das System der  ungesicherten Wertpapiere überhaupt so lange toleriert haben. Die ständig wachsende Zahl von UBSV hätte gerade Sabine Lautenschläger auffallen müssen, die damals Leiterin der Abteilung BAI und damit für die »Aufsicht über Großbanken und ausgewählte Kreditbanken« zuständig war. Ihr tatenloses Zuschauen begründet die BaFin heute damit, dass zu der Zeit ein anderer Aufsichtsansatz verfolgt wurde. Man habe sich »zu sehr auf einzelwirtschaftliche Gesichtspunkte gestützt« und »gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge vernachlässigt«. Dies sei jedoch ein weltweites Phänomen gewesen. Auch die Bundesbanker unternahmen nichts, obwohl das Regelwerk der Eurozone das durchaus erlaubt hätte. »Die Aufsicht hat offensichtlich vor der Krise versagt, denn sie hat die systemischen Risiken wohl nicht erkannt. Das betrifft die Bafin, aber auch die Bundesbank, insoweit sie daran mitzuwirken hafte«, sagt Finanzexperte Volker Wieland, einer der fünf Wirtschaftsweisen. Die EZB zumindest hat ihre Lehren aus dem Vabanquespiel mit den UBSV gezogen. Heute spielen die gefährlichen Papiere bei Geldgeschäften mit Notenbanken des Eurosystems fast keine Rolle mehr, ihr Einsatz wurde durch zahlreiche EZB-Regeln drastisch eingeschränkt.