Werder Bremen: Bundesliga-DINO zurecht abgestiegen!

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Jetzt haben sie in Bremen die Quittung dafür bekommen, dass sie jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt haben, die finanziellen Probleme ignoriert und zu lange am Erfolgslos-Coach Florian Kohfeldt festgehalten haben. Am Samstag 22.5.2021 ist Bundesligist Werder Bremen, seit 40 Jahren in der 1. Liga vertreten, ein echter Dino, ein Schwergewicht im deutschen Fußball, abgestiegen. Ein Untergang auf Raten, der über Jahre von Missmanagement, Ignoranz und falscher Einstellung zum Trainer geprägt ist. Nun muss Werder sogar um seine finanzielle Existenz und den Verbleib im Profi-Fußball fürchten.

Der Blick richtet sich bei Werder Bremen in Richtung Insolvenz. Der Verein ist hoch verschuldet, es fehlen nun auch noch 30 Millionen Euro Fernsehgelder, die man nur als 1.Ligist erhalten hätte, und die Gehälter der Spieler sind viel zu hoch, um der Leistung der letzten 2 Jahre zu entsprechen. Werder hätte bereits in der letzten Saison absteigen können (müssen), konnte sich aber noch einmal retten. Anstatt den Trainer des Versagens damals sofort auszutauschen, wurden Florian Kohfeldt gehalten und der Geschäftsführer Frank Baumann hielt mit arroganter und gleichzeitig ignoranter Attitüde an der „Werderschen Formel“ fest, dass man Trainer so lange hält, wie es überhaupt möglich ist, anstatt nach sportlichen Erwägungen zu entscheiden. Nun hat Werder Bremen die Quittung bekommen, und wurde aus dem Oberhaus der Bundesliga gefeuert. Raus und Schluss. Als der berühmte Stohhalm noch greifbar war, als der Abstieg hätte abgewendet werden können, hat man nicht danach gegriffen. Anstatt die Gehälter der miserablen Situation anzupassen, hat man weiter den großen Geldgeber gemimt. Der Vorstand um Frank Baumann müsste eigentlich sofort gehen, denn er hat die Fehleinkäufe, den Gehaltswucher und die ewige Treue zu Kohfeldt zu verantworten. In letzter Minute den alten Haudegen Thomas Schaaf zu mobilisieren, um das Werder-Schiff vor der 2. Liga zu retten, mutet nun geradezu lächerlich an, das hätte man vor Monaten längst tun sollen. Der Abstieg ist mehr als verdient, und wer in den letzten zehn Spielen nur 1 Punkt holt anstatt 30 möglichen, der darf sich nicht wundern.

Die Planungen für die 2. Liga laufen, und das bedeutet, Spieler zu verkaufen und endlich finanziell sich neu auszurichten. Vor allem die unrealistisch hohen Spielergehälter zu reduzieren. Bremen hat jetzt die Chance, auch dort den Rotstift anzusetzen und neu zu disponieren. Endlich weniger bezahlen und echte „Leistungs-Prämien“ einzuführen. Wenn die Mannschaft topp spielt, verdient sie mehr. Wenn nicht, gibt’s weniger. Dieses ganze abgehobene Millionärstheater ist unzeitgemäß und überholt. Das gilt auch für viele andere Vereine, die längst die Bodenhaftung verloren haben. Monatsgehälter von 500.000 Euro sind Irrsinn, niemals leistungsgerecht und selbst Nachwuchsspieler, die 100.000 Euro verdienen – nicht im Jahr, sondern im Monat – werden auf diese einzigartige „Raffke-Manier“ konditioniert. Wo bleibt das Leistungsprinzip in den Bundesligen? Ein Spieler, der ein Grundgehalt/Monat von 100.000 Euro hat, der lacht doch über Punkte-Prämien von 2.500 Euro on top. Schalke als 2. Absteiger und Bremen haben nun die Chance, die Gehaltsstrukturen im Profi-Fußball zu revolutionieren und sich dadurch Ruhm und Anerkennung zu verschaffen.

Wenn man dann die Versager von der Weser nach dem letzten Spieltag heulend auf oder neben dem Platz sieht, kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen. Die Spieler tun gerade so, als sei der Abstieg plötzlich vom Himmel gefallen. Lächerlich und armselig. Für die meisten Profis treten dann aber schnell die Spielerberater auf den Plan und sorgen für einen Transfer zu einem anderen Liga-Verein, wo dann erstmal wieder das Gehalt und dann die Leistung im Vordergrund steht. Das gesamte System deutscher Fußball ist total marode. Wann wachen die Fans auf und sagen NEIN zu diesem Wahnsinn, indem sie beispielsweise ihr SKY-Ticket (finanziert die Bundesliga) kündigen oder aufhören, utopische Eintritts- oder Merchandising-Preise zu bezahlen?

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  1. Heinz Entenmann sagt:

    Es gibt zu viele idiotische Fans, die im Leben nichts haben außer Fussball. Das sind diejenigen, die diesen Wahnsinn finanzieren. Wenn die den Verstand und den Mumm hätten, diese teuren Preise für Tickets, für Trikots, für Pay-TV zu blockieren, würden die Vereine anfangen nachzudenken. Aber die meisten dieser hirnverbrannten Fans denken nur von 12 bis Mittag.

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