Dranbleiben: Jetzt greifen sie endlich gegen Kinderschänder hart durch

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Das, was seit Jahren längst überfällig ist, nimmt nun offenbar Formen an und wird zur Knallhart-Strafe für Kinderschänder und Pädophile: Das Landgericht Münster hat den Chef eines Pädophilen-Rings für 14 Jahre weggesperrt und anschließende Sicherungsverwahrung (SV) angekündigt. Der Mann war des schweren sexuellen Missbrauchs und des Handels mit kinderpornografischem Materials angeklagt und überführt worden. Mit ihm gab es Haftstrafen für 4 weitere Angeklagte.

Das ist aber erst der Anfang bei der Jagd nach den Männern und Frauen, die einem Pädophilenring angehören sollen und unzählige Straftaten an Kindern begangen haben. Bei dem Münsteraner Netzwerk soll es sich um mindestens 50 Personen handeln, die mit Bildmaterial, mit Filmen, mit Büchern und mit lebenden Opfern gehandelt und diese sexuell ausgebeutet und traumatisiert haben. Von diesen Kinderschänder-Communities gibt es hunderte weltweit mit mehreren Zehntausend Mitgliedern, und auch in Deutschland agieren diese perversen Gestalten in Internet-Foren, im Darknet oder über soziale Netzwerke. Sie haben keine Skrupel, das Leben von Kindern zu zerstören, den Kindern unsagbares Leid anzutun und die kleinen Geschöpfe für den Rest deren Lebens zu traumatisieren. Dafür kann eigentlich keine Strafe zu hoch sein und es ist dringend an der Zeit, dass die deutsche Justiz knallhart weiter durchgreift und den Sumpf dieser ekelerregenden Perversitäten trockenlegt.

Unter den Tätern sind teilweise auch Familienväter und Mütter, die ihre eigenen Kinder zum Missbrauch weitergeben und im Tausch gegen andere Minderjährige anbieten. Die Fotos und Videos der Opfer sind im Verhältnis zu den Vergewaltigungen noch irgendwie erträglich. Der körperliche Missbrauch unschuldiger Kinder und Kleinkinder aber verschlägt selbst hartgesottenen Ermittlern die Sprache und bringt Unbeteiligte an den Rand des Erträglichen. Zu schrecklich sind die Dinge, die sich die kranken Gehirne der Kinderschänder ausdenken, um ihre Lust an Gewalt, Folter und Vergewaltigung zu steigern. Mittlerweile sind mehr als 30 der identifizierten Täter und Täterinnen in U-Haft, aber die Befürchtung ist groß, dass diese inhaftierten „Normal-Bürger wie Handwerker, Lehrer, Erzieher und Ärzte mittels guter Anwälte bald in Freiheit zurückkehren könnten. Solche Leute müssten öffentlich an den Pranger gestellt und mittels Fotos, die überall aushängen, als übelste Täter stigmatisiert werden. Warum passiert das nicht?

Auch Frauen spielen bei den kinderpornografischen Straftaten eine Rolle, z.B. wegen Beihilfe oder Unterlassung. Bedeutet, dass diese Personen mitgeholfen haben, Kinder zu vermitteln oder von Vergewaltigungen und Folter gewußt zu haben, ohne dagegen einzuschreiten. Wenn man sich vorstellt, dass Missbrauch jahrzehntelang nur als Vergehen geahndet wurde und nicht als Verbrechen, wie es seit dem 1.Juli nun bezeichnet wird, dann kann man nur den Kopf schütteln. Mittlerweile wurden 32 Millionen Euro vom Land NRW in neue Technologien zum Aufspüren von Kinderporno-Ringen investiert, aber in ganz Deutschland agieren Tausende Kinderschänder im „stillen Kämmerlein“ und frönen ihren perversen Gelüsten. Sie alle aufzuspüren dauert Jahre und man kann diese Leute wohl nur durch härteste Gerichtsentscheide zur Vernunft bringen.

Überall in der Welt gibt es diese Pädophilenringe, so wie in Australien, wo im November 2020 ein Netzwerk gesprengt wurde, dem man 800 Straftaten an Kindern zur Last legt. Das jüngste Opfer war erst 16 Monate alt, wie die Polizei sagte. Ob man nun in den USA, Japan, Indien oder Russland schaut – auf allen Kontinenten werden Kinder auf diese Weise missbraucht und gequält. Die sogenannten Pädophilen-Jäger sollen wie Pilze aus dem Boden schießen und nach den Tätern fahnden. Trotzdem warnt die Polizei davor, vorschnell zu urteilen und auf Selbstjustiz zurückzugreifen. So hatte damals die gemeinnützige US-Organisation „National Center for Missing & Exploited Children“ (NCMEC – was übersetzt bedeutet: Nationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder) die australische Polizei schon im Februar auf die Spur der Kinderschänder gebracht. Diese US-Organisation ermittelt weltweit im Online-Datenverkehr die Netzwerke der Kriminellen und meldet sie den Polizeibehörden im jeweiligen Land. Das hilft, denn auch in Deutschland konnten Pädophile dadurch gestellt werden.

 

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